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Kein Internet und TelefonAustralischer Mobilfunkanbieter lahmgelegt

08.11.2023, 09:32 Uhr
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Mal eben was am Handy checken, geht gerade nicht für Menschen mit Optus-Vertrag. (Foto: dpa)

Mal eben Nachrichten lesen oder eine E-Mail schreiben? Einen kurzen Anruf machen? Für Kundinnen und Kunden des Mobilfunkanbieters Optus in Australien geht das gerade nicht. Das Unternehmen hat einen Totalausfall.

Ein Totalausfall beim zweitgrößten Mobilfunkanbieter Optus hat in Australien die Telefon- und Internetverbindungen von mehr als zehn Millionen Menschen lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden (Ortszeit) hätten die Kunden im ganzen Land weder Anrufe tätigen noch online gehen können, berichten australische Medien.

Nach einem Bericht des Senders 9News handelt es sich um den größten Telekommunikationsausfall in der Geschichte des Landes. In einer am Mittag veröffentlichten Mitteilung des Konzerns hieß es, es werde voraussichtlich Stunden dauern, bis das Netzwerk wiederhergestellt sei.

"Die gute Nachricht ist, dass wir einen Weg zur Wiederherstellung des gesamten Netzwerks gefunden haben", sagte Optus-Geschäftsführerin Kelly Bayer Rosmarin. Dies könne aber nur schrittweise erfolgen und werde einige Zeit dauern. Was den Ausfall verursacht hat, war derweil unklar. Einen Cyber-Angriff schlossen die Behörden aus. "Dies ist ein sehr ungewöhnlicher Vorfall, und sobald wir genau verstehen, was passiert ist, werden wir Einzelheiten mitteilen", betonte Rosmarin.

Rat für Notfälle

Unter anderem waren die Telefonverbindungen zu Krankenhäusern und Notdiensten unterbrochen. "Falls Optus-Kunden den Notdienst rufen müssen, empfehlen wir, ein Familienmitglied oder einen Nachbarn mit einem alternativen Gerät zu finden", hieß es auf der Webseite. Auch kam es zu Verzögerungen im Transportwesen und zum Ausfall mobiler Zahlungssysteme.

Optus ist nach Telstra der zweitgrößte Provider Australiens. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Schlagzeilen gemacht, als Hacker bei einem Angriff teils sensible Daten von Millionen Australiern erbeutet hatten.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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