Panorama

Kein Hinweis auf Terrorakt Auto fährt in Marseille in Bushaltestellen

7da3d747e518c0cb2c1bfa3fa460ccdf.jpg

Die Polizei sichert den Tatort in Marseille.

(Foto: REUTERS)

In der französischen Metropole Marseille fährt ein Auto in zwei Bushaltestellen. Ein Mensch kommt ums Leben, einer wird verletzt. Die Polizei geht derzeit nicht von einer terroristischen Tat aus.

Ein Auto ist in Marseille in zwei Bushaltestellen gefahren. Ein Mensch wurde dabei getötet. Das bestätigte eine Sprecherin der nationalen französischen Polizei. Die Ermittler behandeln den Vorfall nicht als Terrorakt. Nichts deute auf einen "terroristischen Akt" hin, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Festgenommenen sei ein Schreiben einer psychiatrischen Klinik gefunden worden - die Ermittlungen orientierten sich eher in diese Richtung, so Tarabeux.

Am Vormittag seien im Abstand von etwa einer Stunde zwei verschiedene Busunterstände angefahren worden. Beim ersten Vorfall sei eine weitere Person verletzt worden. Das gesuchte Auto sei später gefunden und ein 35-Jähriger festgenommen worden. Die Hintergründe des Vorfalls sind bisher unklar. Die Polizei rief auf Twitter dazu auf, das Gebiet um den alten Hafen von Marseille zu meiden.

Nach unbestätigten Informationen des Nachrichtensenders BFMTV soll es sich bei dem Todesopfer um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren handeln. Der Verdächtige sei zwar der Polizei bekannt gewesen, nicht aber den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf seine Spur gekommen, berichtete BFMTV.

Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge. Erst Anfang des Monats war ein Mann bei Paris in eine Gruppe Soldaten gefahren, Ermittler gehen einem Terrorverdacht nach. Vergangene Woche war östlich von Paris ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Pizzeria gerast und hatte ein Mädchen getötet - in diesem Fall schloss die Staatsanwaltschaft ein terroristisches Motiv allerdings aus.

Am Donnerstag war in Spanien ein Doppelanschlag mit Fahrzeugen verübt worden. Dabei starben 14 Menschen, mehr als 120 wurden verletzt.

Quelle: n-tv.de, mli/rts/dpa