Deutsche Touristen in NepalBKA entsendet Identifizierungsexperten

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal sollen Experten des Bundeskriminalamtes bei der Identifizierung von möglichen deutschen Opfern helfen. Mehr als 120 Spezialisten klären die Identitäten der Toten und bringen den Angehörigen Gewissheit.
In der Touristenregion Langtang in Nepal sind unter einem riesigen Erdrutsch bis Montag 52 Leichen geborgen worden, unter ihnen sieben Ausländer. "Es kann gut sein, dass dort mehr als 200 Menschen verschüttet wurden", sagte ein Distriktbeamter. Die Behörden konnten zunächst nur einen Franzosen und einen Inder identifizieren. In der Region werden auch zwei 20-Jährige aus Lehrte bei Hannover vermisst.
Das Bundeskriminalamt schickt zur Identifizierung möglicher deutscher Opfer zehn Experten nach Kathmandu. "Ziel des Einsatzes ist es, die Situation vor Ort im Hinblick auf deutsche Opfer weiter aufzuklären, um Angehörigen möglichst schnell Gewissheit zu verschaffen", teilte die Behörde mit.
Nach dem verheerenden Erdbeben mit Tausenden Toten am 25. April in Nepal werden weiter zahlreiche Deutsche vermisst. Ein Professor aus Göttingen kam bei der Naturkatastrophe ums Leben. Die Rechts- und Zahnmediziner der BKA-Identifizierungskommission kommen zum Einsatz, wenn es gilt, viele Tote zu identifizieren. Der Gruppe gehören mehr als 120 Spezialisten aus dem ganzen Bundesgebiet an. Zuletzt halfen die Spezialisten nach dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten im März in Südfrankreich.
In Deutschland sammelt die Identifizierungskommission unterdessen Informationen und persönlichen Daten zu möglichen Unglücksopfern, um diese mit Funden aus Nepal vergleichen zu können, wie das BKA weiter mitteilte.