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"Bedauern Anlaufschwierigkeiten"Nach Generalsanierung Berlin - Hamburg: Kaum ein Zug fährt pünktlich

19.06.2026, 07:46 Uhr
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Ein ICE im Hauptbahnhof Hamburg. (Foto: IMAGO/Hanno Bode)

Seit die Schnellstrecke zwischen Deutschlands größten Städten wiedereröffnet ist, ärgern sich viele Reisende über Verspätungen. Dass die Züge wie angekündigt vorerst langsamer sind, verzögert die Fahrzeit immer wieder mehr als gedacht. Aber es gibt Aussicht auf Besserung.

Reisende im Fernverkehr sind mit ICE und Co. derzeit weiterhin deutlich über zwei Stunden zwischen Berlin und Hamburg unterwegs. Damit nähert sich die Fahrzeit der auf der Umleitungsstrecke über Uelzen und Stendal während der zehnmonatigen Generalsanierung an. In der DB Navigator App erschien ein großer Teil der Fahrten in den vergangenen Tagen in Rot, was für Verspätungen von mehr als fünf Minuten steht.

Die Bahn hatte bereits zur Wiedereröffnung angekündigt, dass die Züge mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs sein werden, und die Fahrzeiten entsprechend angepasst. In der App werden Reisenden unter den Fahrtinformationen Verzögerungen von 15 Minuten angekündigt. Doch dabei bleibt es oft nicht.

Viele Züge benötigen 2 Stunden und 15 Minuten oder auch bis zu 3 Stunden für die Strecke. Die Verspätungen resultieren zwar aus der langsameren Geschwindigkeit von 160 statt 230 Kilometer pro Stunde durch Abnahmefahrten und Abnahme der Signal- und Stellwerkstechnik zwischen Berlin-Spandau und Hagenow Land - die Auswirkungen hat die Bahn aber anscheinend unterschätzt.

Eine Sprecherin sagte ntv.de: "Wegen der besonders dichten Zugfolge auf der Strecke zeigen die ersten Tage seit der Wiederinbetriebnahme, dass sich im Zusammenhang mit den Abnahmefahrten die Fahrtzeitverzögerungen im Tagesverlauf sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr aufsummieren. Die DB bedauert die Anlaufschwierigkeiten." Man wolle die aktuellen Fahrzeitverzögerungen schnellstmöglich minimieren.

Sobald die Leit- und Sicherungstechnik im Bereich Hagenow Land bis Berlin abgenommen ist, sollen die Züge auf einem Großteil der Strecke mit 230 km/h unterwegs sein und damit die im Regelfahrplan hinterlegten Zeiten erreichen. Das bedeutet im schnellsten Fall eine Fahrtzeit von einer Stunde und 47 Minuten. "Bis Ende Juni sind die Fahrpläne vorsorglich angepasst", sagte die Sprecherin ntv.de.

Strecke bleibt dauerhaft langsamer

Mit einer Stunde und 47 Minuten für die schnellste Fahrt ist die Strecke in Zukunft allerdings immer noch vier Minuten langsamer als zu Zeiten vor der Generalsanierung. Jahrelang schafften Züge die Verbindung in einer Stunde und 43 Minuten.

Die Begründung lieferte die Bahn der "Süddeutschen Zeitung" im Februar: Die längere Fahrzeit sei "nicht auf den Zustand der Infrastruktur nach der Korridorsanierung zurückzuführen, sondern auf ein komplexes System, mit dem der Fahrplan erstellt wird". Demnach seien die Knoten Hamburg und Berlin beide überlastet, das Netz aufgrund der vielen Nahverkehrszüge sehr voll und auch der Zustand umliegender Strecken wirke sich auf den Fahrplan aus.

Die 278 Kilometer lange Strecke zwischen Hamburg und Berlin war am 14. Juni mit einer Verzögerung von 1,5 Monaten wieder vollständig in Betrieb gegangen. Erneuert wurden unter anderem 165 Kilometer Gleise und 249 Weichen. Hinzu kommen 6 neue und 19 modernisierte Stellwerke. Die nächste große Generalsanierung steht ab Oktober auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover an.

Quelle: ntv.de, rog

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