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10.000 Euro für Täter-HinweiseBelohnung nach Tod von 14-Jährigem in Dormagen ausgesetzt

30.01.2026, 21:47 Uhr
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Absperrband-der-Polizei-haengt-an-einem-Holzpfosten-Ein-14-jaehriger-Jugendlicher-ist-tot-an-einem-See-suedlich-von-Duesseldorf-gefunden-worden-Der-Koerper-des-Jugendlichen-wies-Verletzungen-auf-die-auf-ein-Kapitalverbrechen-hindeuten-wie-eine-Polizeisprecherin-mitteilte
Absperrband am Fundort der Leiche. (Foto: picture alliance/dpa)

An einem See am Stadtrand von Dormagen finden Spaziergänger die Leiche des 14-jährigen Yosef. Die Mordkommission geht von einem Verbrechen aus und sucht mit einer hohen Belohnung nach Zeugenhinweisen. Die Mutter des Jungen glaubt, ihm wurde eine Falle gestellt.

Nach dem Tod eines 14-jährigen Jungen aus Eritrea in Dormagen bei Düsseldorf ist eine hohe Belohnung für Hinweise ausgeschrieben worden. Der Jugendliche, der tot an einem See gefunden wurde, fiel vermutlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer, wie die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten. Die Staatsanwaltschaft und die Stadt Dormagen setzten insgesamt 10.000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Verurteilung des Täters führen.

Ein Spaziergänger hatte den 14-Jährigen am Rand der nordrhein-westfälischen Stadt gefunden. Ein Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen. Der Körper wies Verletzungen auf, die auf ein Kapitalverbrechen hindeuten, wie eine Polizeisprecherin gesagt hatte. Obwohl der tote Junge inzwischen obduziert ist, teilte die Staatsanwaltschaft das vorläufige Ergebnis bis zum Abend nicht mit. Sie will auf das abschließende Ergebnis warten.

Yosefs Mutter erzählte der "Bild"-Zeitung, ihr Sohn habe vor seinem Tod hektisch auf seinem Handy getippt und habe dann die Flüchtlingsunterkunft fluchtartig verlassen. Warum er an dem See gewesen sei, wusste sie nicht. Ihr habe der Junge gesagt, er habe ein Treffen mit seinem Schützenverein. Doch einen solchen Termin gab es nicht. Die Mutter glaube deshalb an eine Falle, berichtete das Blatt. Von Yosefs Handy fehlt demnach jede Spur.

Bestürzung in Dormagen

Die Stadt Dormagen zeigt sich zutiefst bestürzt über den Tod des Jugendlichen. Er habe seit dem Jahr 2018 in einer städtischen Unterkunft gelebt. Er habe eine städtische Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen. Die Schüler und Lehrer der betroffenen Schule hätten professionelle psychologische Betreuung erhalten. Dem Umfeld des 14-Jährigen, insbesondere der Familie, stehe die Stadt unterstützend zur Seite.

Auch der Fußballverein des Jugendlichen meldete sich zu Wort: "Mit großer Trauer und tiefer Bestürzung erreichte uns die Nachricht von dem viel zu frühen Tod unseres Vereinsmitglieds", hieß es auf der Homepage des Vereins.

"Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht."

Hinweise nimmt die Polizei an jeder Polizeidienststelle, telefonisch unter der 02131 3000 oder per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de entgegen.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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