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Kitas zurück im Notbetrieb Berlin beschließt Kontaktsperre für die Nacht

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Die nächtlichen Kontaktbeschränkungen sollen in Berlin von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens gelten.

(Foto: picture alliance / Jörg Carstensen)

Berlin will verhindern, dass sich feiernde Gruppen nachts im Park treffen. Angesichts steigender Corona-Zahlen verhängt die Hauptstadt deshalb nächtliche Kontaktbeschränkungen und verspricht strengere Kontrollen. Derweil kehren die Kitas wieder in den Notbetrieb zurück.

Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt auch das Land Berlin noch für die Ostertage nächtliche Kontaktbeschränkungen. Ab 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr morgens dürfen ab Karfreitag nur zwei Menschen gemeinsam draußen unterwegs sein, erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller nach einer Sondersitzung des Senats. Zudem darf Dienstag, also nach den Ostertagen, auch im Haus nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammentreffen. Nicht mitgezählt bei den Regelungen werden weiter Kinder bis 14 Jahren.

Tagsüber dürfen sich unter freiem Himmel weiterhin bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. In den vergangenen Tagen sei nachts verstärkt eine Gruppenbildung und ein Zusammentreffen von Feiernden beobachtet worden, begründete Müller die Entscheidung. In manchen Parkanlagen hätten hundert oder 200 Menschen zusammengestanden. "Das geht schon nicht mit zehn oder 20 Leuten." Müller kündigte über die Osterfeiertage Kontrollen an.

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Die Kita-Betreuung wird zudem ab kommenden Donnerstag (8. April) wieder auf Notbetreuung umgestellt. Darauf können nur noch Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen und Alleinerziehende, bei denen es dringende pädagogische Gründe gibt, zurückgreifen. Müller wies darauf hin, dass die Zahl der Infektionen nicht zurückgehe und die Lage in den Kliniken sich verschärfe. "Wir sehen vor allem, dass wir steigende Belegungszahlen auf den Intensivstationen haben", sagte er.

Eine ähnliche Regelung hatte schon Hamburg am Dienstagabend verhängt. Dort gilt ebenfalls ab Karfreitagabend eine nächtliche Ausgangssperre. Dies sei nach den Erfahrungen aus anderen Staaten eine "sehr wirksame Maßnahme" zur Eindämmung von Infektionen, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch nach einer Senatssitzung. Alle nicht zwingend nötigen Wege und Kontakte in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr müssten derzeit unterbleiben.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/rts

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