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Sondervereinbarung am StreiktagBerlin lässt Trams ohne Passagiere durch die Stadt fahren

31.01.2026, 11:22 Uhr
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Wer in der Hauptstadt auf Straßenbahnen angewiesen ist, hat es derzeit nicht leicht. (Foto: picture alliance/dpa)

Schnee und Eis plagen Berlin. Nicht nur Wege sind zugefroren, sondern auch Oberleitungen. Bei den Straßenbahnen in der Stadt gibt es deswegen mehrere Tage lang Einschränkungen. Nun kommt mit einem Streik wieder Ungemach auf Passagiere zu. Trams sollen zwar trotzdem fahren, aber einsteigen darf niemand.

Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein, um ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Der Fahrgastbetrieb soll davon aber weiterhin ausgeschlossen sein - die Straßenbahnen fahren ohne Passagiere.

Hintergrund dieser Sondervereinbarung ist die Hoffnung, am Dienstag nach dem Warnstreik wieder stabil fahren zu können, wenn die Oberleitungen frei von Eis gehalten werden, sagte eine BVG-Sprecherin. Damit stiegen die Chancen, größere Einschränkungen für die Fahrgäste zu vermeiden.

Verdi hatte zuvor für Montag zu ganztägigen Warnstreiks im Berliner Nahverkehr aufgerufen. Schon in der vergangenen Woche war der Straßenbahnbetrieb in der Hauptstadt über Tage zum Erliegen gekommen. Grund dafür waren aber keine Arbeitskämpfe, sondern das Wetter.

Netz gerade erst wieder befahrbar

Infolge von Eisregen waren die Oberleitungen der Straßenbahnen flächendeckend eingefroren. Seitdem wird daran gearbeitet, sämtliche Leitungen wieder freizubekommen. Nahezu das gesamte Streckennetz ist der BVG zufolge mittlerweile wieder befahrbar.

Die BVG befürchtete angesichts der erwarteten Minustemperaturen aber ein erneutes Einfrieren infolge des Warnstreiks. "Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrechtzuhalten, sind auch in den nächsten Tagen und Nächten regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig", heißt es in der Mitteilung.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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