Panorama

Wieder neuer Besitzer für AlwineBerliner Investor kauft einsames Dorf

22.03.2018, 20:51 Uhr
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In Alwine leben derzeit noch 15 Menschen. (Foto: dpa)

Das Brandenburger Dorf Alwine hat einen neuen Besitzer: Ein Berliner Investor übernimmt die einsame Siedlung für einen unbekannten Preis. Der eigentliche Käufer vom Dezember hatte vorher einen Rückzieher gemacht.

Für das Brandenburger Örtchen Alwine konnte nun doch ein neuer Käufer gefunden werden. Der Kaufvertrag sei unter Dach und Fach und der Kaufpreis gezahlt, sagte ein Mitarbeiter des Berliner Auktionshauses Karhausen. Den Zuschlag erhielt ein Berliner Kaufmann, der bereits Erfahrungen mit solchen Objekten habe. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Anfang Dezember war die einsame Siedlung am südwestlichen Zipfel Brandenburgs schon einmal versteigert worden - damals für 140.000 Euro. Der Höchstbietende wolle mit dem Kauf etwas Gutes tun, "zum Wohle der Bewohner", hieß es damals. Wenig später machte der Käufer unter fadenscheinigen Gründen einen Rückzieher. Im Interesse der Anwohner hatte das Auktionshaus daraufhin einen neuen Besitzer gesucht und auf einen Rechtsstreit verzichtet.

Das Startgebot für die heruntergewirtschaftete, zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück gehörende Siedlung mit ihren 15 Bewohnern lag bei der ersten Auktion im Dezember bei 120.000 Euro. Allerdings gab es mit dem ursprünglichen Käufer nur einen Interessenten.

Alwine gehörte zu DDR-Zeiten zu einer benachbarten Brikett-Fabrik, die Anfang der 90er Jahre geschlossen wurde. 2001 habe die Treuhand das kleine Dorf für eine D-Mark an zwei Brüder verkauft, sagte der Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück, Andreas Claus, im Dezember. Als einer der Brüder starb, kam es zur Versteigerung.

Quelle: chr/AFP

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