Panorama

Ergebnis von Chatdurchsuchungen Besitz von Kinderpornografie: Ermittlungen gegen fünf Polizisten

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Eigentlich wurde wegen möglicher Volksverhetzung gegen Polizisten in Baden-Württemberg ermittelt, nun kommt der Verdacht des Besitzes von Kinderpornograhie dazu.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

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Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg ermittelt gegen Polizisten wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Bei Recherchen in Chatgruppen stoßen die Ermittler aber auf andere fragwürdige Medien. Fünf Polizisten könnten demnach kinderpornografisches Material besessen haben.

Gegen fünf Polizisten in Baden-Württemberg wird wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material ermittelt. Wie das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Ulm gemeinsam mitteilten, wurden ursprünglich wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen geführte Ermittlungen nun auf die neuen Vorwürfe ausgeweitet.

Die ursprünglichen Ermittlungen gegen einen 28-jährigen Polizisten waren demnach Ende Oktober aufgenommen worden. Dieser soll über einen Messenger-Dienst in Chatgruppen strafrechtlich relevante Inhalte verbreitet haben. Im Zuge der Ermittlungen sei dann gegen weitere Polizeibedienstete aufgrund des Verdachts der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt worden.

6000 Chatgruppen durchsucht

Das Landeskriminalamt habe daraufhin die Ermittlungen übernommen und seither rund 6000 Chatgruppen überprüft. Dabei seien weitere Nachrichten mit strafrechtlich relevanten Inhalten entdeckt worden, an denen insgesamt rund 70 Polizeibedienstete beteiligt gewesen seien.

Auf Grundlage der Auswertung von Mobiltelefonen würde nun auch gegen fünf Polizeibedienstete ermittelt, die in einer Chatgruppe ein Video mit kinderpornografischem Inhalt von einem der bereits zuvor beschuldigten Polizeibeamten erhalten haben sollen. In diesem Zusammenhang habe es auch Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von weiteren Mobiltelefonen, Hardware und Speichermedien gegeben. Die Ermittlungen dauern demnach weiter an.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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