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Von Columbine-Massaker besessen? Bewaffnete 18-Jährige ist tot

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Die Columbine-Highschool blieb zur Sicherheit heute geschlossen.

(Foto: REUTERS)

20 Jahre nach dem Massaker an der Columbine-Highschool versetzt eine junge Frau die US-amerikanischen Behörden in Aufruhr. Die 18-Jährige ist bewaffnet und gilt als potenzielle Nachahmerin des Amoklaufs. Nun wurde ihr Leichnam gefunden.

Eine bewaffnete 18-Jährige, nach der die Polizei vor dem Jahrestag des Massakers an der amerikanischen Columbine-Highschool gefahndet hat, ist tot. Das teilte die Bundespolizei FBI in Denver im US-Bundesstaat Colorado auf Twitter mit. Der Sheriff von Jefferson County, Jeff Shrader, sagte bei einer Pressekonferenz, dem Anschein nach habe die Frau sich selber erschossen. Medienberichten zufolge wurde ihr Leichnam am Fuße des Mount Evans nahe Denver gefunden.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Aus Angst vor einem möglichen Angriff der 18-Jährigen waren die Columbine-Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver am heutigen Mittwoch geschlossen geblieben. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als "bewaffnet und gefährlich" eingestuft worden war.

Der FBI-Chef in Denver, Dean Phillips, hatte gesagt, die Frau habe eine "Besessenheit" mit dem Columbine-Massaker vor 20 Jahren an den Tag gelegt. Sie sei vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und habe sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Shrader sagte, der Kauf sei vermutlich legal gewesen. In den Gebirgsausläufern im Umfeld von Denver verlor sich ihre Spur.

Bei dem Amoklauf an der Columbine-Highschool hatten am 20. April 1999 zwei Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich. 24 Menschen waren verletzt worden. Zum 20. Jahrestag an diesem Samstag sind zahlreiche Gedenkveranstaltungen geplant, darunter ein Gottesdienst und eine Mahnwache.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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