Verdächtiger auf der FluchtBombenexplosion verletzt ukrainischen Oligarchen in Monaco

Im Fürstentum Monaco sorgt ein Bombenanschlag für Entsetzen: Ein Unbekannter soll einen Rucksack mit einem Sprengsatz in einem Wohnhaus nahe der französischen Grenze abgestellt haben. Ein ukrainischer Oligarch, seine Frau und ein 13-Jähriger erleiden Verletzungen, der Täter ist auf der Flucht.
Ein ukrainischer Oligarch und zwei Familienangehörige wurden Medienberichten zufolge bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco verletzt. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort beobachtet worden sein, die einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie der französische Sender BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung "Monaco-Matin" berichtete. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es am späten Abend nach der Explosion. Das betroffene Gebäude befindet sich den Medienberichten zufolge in einer Straße an der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.
Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, handelt es sich bei dem Verletzten um den ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew. Bei der Explosion in einem Wohngebäude wurden ein weiterer Erwachsener sowie eine 13-jährige Person verletzt. Laut Angaben von "Monaco-Matin" handelt es sich bei den drei Opfern um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren sowie einen Jugendlichen, die zu einer Familie gehören. Die monegassischen Behörden sprachen von einem schwer verletzten Ehepaar und einem leichtverletzten 13-Jährigen. Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete "Monaco-Matin".
Sprengsatz mit Schrauben und Schrot
Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen "Anschlag". Es sei eine "Tragödie, die Monaco erschüttert". Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.
Der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand sprach von einem "wahrscheinlichen Angriff" und einem Sprengsatz, der gezündet worden sei. Nach Angaben Mirmands enthielt der Sprengsatz offenbar Schrauben und Schrot. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt worden ist", sagte er.