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Tagelange Löscharbeiten erwartet Brand am Brocken dehnt sich weiter aus

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Das Feuer am Brocken war am Samstag entdeckt worden.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundespolizeipräsidium Potsdam)

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Schon rund 150 Hektar Wald stehen am Brocken in Flammen. Auch in der Nacht breitet sich der Brand an einigen Stellen weiter aus, erklärt ein Behördensprecher. Auf dem schwer zugänglichen Gelände sollen nun verstärkt Hubschrauber und Löschflugzeuge das Feuer bekämpfen.

Der Großbrand am Brocken im Harz ist auch am dritten Tag noch nicht unter Kontrolle. Das sagte ein Sprecher des Landkreises Harz in Wernigerode. An einigen Stellen soll sich das Feuer weiter ausgedehnt haben. Am Morgen hatte der Landkreis mitgeteilt, der Brand habe sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. Die Behörden gehen deshalb weiter von einer brennenden Fläche von insgesamt rund 150 Hektar (1,5 Quadratkilometer) aus.

Am Vormittag sollten Löschflugzeuge und Hubschrauber aufsteigen. Dazu müssten die Zeitfenster der Wasserabwürfe koordiniert werden, sagte der Sprecher. Deshalb sei eine zweite technische Einsatzleitung eingerichtet worden. Bundespolizei und Bundeswehr unterstützen laut Kreisverwaltung mit mobilen Tankstellen für die Betankung der Luftfahrzeuge. Die Feuerwehr Braunschweig und der Flughafen Braunschweig betanken die Löschflugzeuge.

Am Brocken war zuvor im Umkreis von 40 Kilometern eine Flugverbotszone für den zivilen Luftverkehr eingerichtet worden. Es handelt sich um schwer zugängliches Gelände im Nationalpark Harz, auf dem viele abgestorbene Fichten stehen. Am Sonntag hatten bereits fünf Löschhubschrauber und zwei italienische Löschflugzeugen im Kampf gegen die Flammen geholfen.

Hunderte Einsatzkräfte helfen

Der Landkreis Harz geht davon aus, dass die Löscharbeiten mehrere Tage dauern werden. Unter anderem gibt es Unterstützung von der Bundeswehr, der Bundespolizei, den Landespolizeien Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sowie des Technischen Hilfswerks (THW). Mehrere Hundert Einsatzkräfte helfen. Das Innenministerium in Magdeburg dankte allen, die unermüdlich im Einsatz sind, um den Waldbrand einzudämmen.

Das Feuer war am Samstag gegen 14.30 Uhr am sogenannten Goetheweg in der Nähe des Aussichtspunktes Goethebahnhof entdeckt worden. Das Brockenplateau, auf dem sich unter anderem ein Hotel und ein Bahnhof befinden, wurde daraufhin evakuiert. Bis auf Weiteres bleibt es für Besucher gesperrt, ebenso die Wanderwege in der Gegend. Die Harzer Schmalspurbahnen, die mit ihren Zügen auf den Brocken fahren, haben den Betrieb dorthin eingestellt. Die Brandursache ist noch unklar.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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