Panorama

Bekennertext von Linksradikalen Brandanschlag auf Auto von LKA-Polizistin

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Die mutmaßlichen Täter drohten in ihrem Bekennertext auch weiteren Beamten.

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild)

In Berlin wird das Auto einer Polizistin des Landeskriminalamts angezündet. Die Täter sollen die Beamtin zuvor ausspioniert haben. Ein Bekennerschreiben im Netz lenkt den Verdacht auf die linksextreme Szene.

Auf das Auto einer Berliner Kriminalpolizistin aus dem Landeskriminalamt (LKA) ist mutmaßlich von Linksextremisten ein gezielter Brandanschlag verübt worden. Der Wagen sei in der Nacht zu Dienstag vor ihrem Haus in Schönefeld bei Berlin angezündet worden, schrieben anonyme Autoren auf einer linksradikalen Internetseite. Die Berliner Polizei bestätigte den Fall, ermittelt werde aber in Brandenburg.

In dem langen Bekennertext wird gedroht, der Angriff sei ein Zeichen, dass "die Anonymität auch höherer Verantwortlicher des Repressionsapparates niemals sicher ist". Man kenne die genaue Adresse der Frau und hätte sie auch "physisch und direkter (...) treffen können". Genannt werden die Adresse der Frau, ihre Automarke, ihr Autokennzeichen und ihre Parkgewohnheiten. Man habe Tausende Polizisten "mehr im Blick als es ihnen wahrscheinlich lieb ist", heißt es in dem Text weiter. Diese müssten damit rechnen, "dass wir auch zu ihnen kommen".

Die Polizistin arbeitet im LKA im Bereich Staatsschutz, der für politisch motivierte Straftaten zuständig ist, also etwa für Linksextremisten und Rechtsextremisten. Im März 2022 hatte die Beamtin als Zeugin im Prozess zu einem Polizeieinsatz im teilbesetzten Haus an der Rigaer Straße 94 in Berlin ausgesagt. Bei dem Einsatz war es 2016 zu massiven Ausschreitungen gekommen.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, sprach von einer "unglaublich perfiden" Tat. "Das ist ein massiver Angriff auf den Privatbereich und wir erwarten, dass Berlins Politik hier geschlossen Farbe bekennt und diesen Terrorismus als solchen benennt."

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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