Panorama

Drei Menschen verletzt Briefbombe explodiert in Lidl-Zentrale

Nach der Explosion einer mutmaßlichen Briefbombe in einer Lidl-Zentrale in Neckarsulm sind drei Mitarbeiter verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei rätselt noch über die Hintergründe der Tat und sucht nach einem Zusammenhang zu einem ähnlichen Vorfall am Dienstag.

In der Lidl-Zentrale in Neckarsulm hat es nach Polizeiangaben eine Explosion gegeben. Wie die "Heilbronner Stimme" berichtet, soll es sich dabei um eine Briefbombe handeln. Andere Medien berichteten von einer Paketbombe. Drei Mitarbeiter wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Eine Person sei schwer verletzt, hieß es in dem Bericht weiter.

Polizei und Rettungskräfte sind demnach mit einem Großaufgebot vor Ort, auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz. Mehr als 100 Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert, Seelsorger kümmern sich um die Mitarbeiter. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist der Hintergrund unklar.

Laut Polizei ereignete sich die Explosion kurz vor 15 Uhr. Nach Angaben eines Polizeisprechers ging der erste Notruf zu dem Vorfall in der Rötelstraße gegen 14.50 Uhr ein. Der Sprengsatz habe sich demnach vermutlich in einem Brief oder Päckchen befunden. Aktuell befänden sich Spezialisten des Landeskriminalamtes am Tatort. Ein Bombenentschärfungskommando soll das Gebäude durchkämmen, heißt es weiter. Die Explosion habe stattgefunden, nachdem ein Mitarbeiter ein Paket geöffnet hatte.

Kein Bekennerschreiben

Den Polizeibehörden sei nicht bekannt, dass das Unternehmen zuvor bedroht oder erpresst worden sei, berichteten lokale Medien weiter. Lidl teilte mit, man sei "tief bestürzt über den Vorfall" und wünsche den "Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute und schnelle Genesung".

Bereits am Dienstag war in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) ebenfalls ein Paket für eine Explosion verantwortlich. Ob ein Tatzusammenhang besteht, ist bislang unklar. Der Betrieb mit über 1000 Mitarbeitern ist bekannt als Hersteller des Fruchtsaftgetränks „Capri Sonne“. Auch dort laufen noch die Ermittlungen, ob es sich um eine Paketbombe oder einen Unfall handelt. Die Polizei will prüfen, ob ein Zusammenhang der beiden Fälle vorliegt. Ein Bekennerschreiben oder Erpresserbriefe liegen laut Polizei nicht vor, berichtete die "SWP".

Quelle: ntv.de, mau

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