Nach neun JahrenBritische Polizei verhaftet Bus-Schubser von der Putney Bridge

Im Mai 2017 schubst ein Mann in der morgendlichen Londoner Rushhour eine Frau vor einen Bus. Sie überlebt nur durch ein Wunder. Jahrelang laufen die Ermittlungen ins Leere, nun gibt es eine Festnahme.
Die Londoner Polizei hat einen 44-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, 2017 beim Joggen eine Frau auf der Putney Bridge vor einen Bus gestoßen zu haben. Das berichtet die "Daily Mail" unter Berufung auf die Polizei.
Der Vorfall ereignete sich am 5. Mai 2017 im morgendlichen Berufsverkehr und wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Die Aufnahmen gingen viral und lösten international Schlagzeilen aus, weil der Jogger die 33-Jährige rücksichtslos vor einen heranfahrenden Doppeldeckerbus schubste. Der Busfahrer konnte in letzter Sekunde ausweichen, die Frau blieb wie durch ein Wunder weitgehend unverletzt.
Die Kriminalbeamten befragten im Lauf der Ermittlungen etwa 50 Männer und nahmen drei Verdächtige fest, darunter einen amerikanischen Investmentbanker, der aber nachweisen konnte, dass er sich zum Tatzeitpunkt in den USA aufhielt. Der Verdächtige wurde damals als weißer Mann Anfang bis Mitte 30, von stämmiger Statur und mit kurzen braunen Haaren beschrieben. Er trug ein graues T-Shirt und dunkelblaue Shorts. Es kam nie zu einer Anklage und der Fall wurde zu einem der fesselndsten ungelösten Fälle Großbritanniens. Die Ermittlungen wurden schließlich 2018 eingestellt.
Reich und einflussreich
Nun kamen offenbar neue Informationen ans Licht, die zu der Festnahme führten. Ein Sprecher der Metropolitan Police sagte, ein 44-Jähriger sei wegen des Verdachts der versuchten schweren Körperverletzung festgenommen worden. "Er wurde in Polizeigewahrsam genommen, wo er sich weiterhin befindet. Die Verhaftung steht im Zusammenhang mit einem Vorfall am 5. Mai 2017, bei dem eine Frau auf der Putney Bridge in Putney vor einen Bus gestoßen wurde."
Medienberichten zufolge hat der Verdächtige familiäre Verbindungen zu einigen der führenden europäischen Königshäuser, darunter dem britischen. Seit seinem Ausscheiden aus der britischen Armee habe er eine erfolgreiche Karriere in der Londoner City gemacht und berate eine Reihe vermögender Privatpersonen und Institutionen.
Der Verdächtige befindet sich jetzt in Polizeigewahrsam, die Ermittlungen laufen weiter.