Panorama

"Es droht Explosionsgefahr"Buckelwal treibt vor Dänemark - Tier ist offenbar tot

15.05.2026, 07:25 Uhr
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Der tote Wal hat bereits am frühen Donnerstagabend bei den Einheimischen in Anholt für Aufsehen gesorgt. (Foto: OPSLAGSTAVLEN ANHOLT/ Christina Hobolt/ Facebook)

Es war ein wochenlanges Drama, bis der vor der Ostseeküste gestrandete Buckwal in einer aufwendigen Aktion in die Nordsee verfrachtet wurde. Anschließend fehlt von ihm jede Spur. Nun wird ein totes Meerstier an der dänischen Küste gesichtet.

Vor der dänischen Küste ist übereinstimmenden Berichten zufolge ein toter Wal gesichtet worden. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet, liegt das tote Tier vor der Insel Anholt. "Es ist ziemlich groß. Wenn man es mit einem Fernglas betrachtet, kann man erkennen, dass es 10 bis 15 Meter groß ist", wird ein örtlicher Naturaufseher im Sender TV 2 Østjylland zitiert. Demnach befindet sich das Tier etwa 75 Meter vom Ufer entfernt.

Berichten zufolge soll im Laufe des Tages versucht werden, den toten Wal bei Niedrigwasser näher zu untersuchen und eine Gewebeprobe zu nehmen. Die dänische Naturschutzbehörde beobachte die Situation. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter. Die dänische Umweltschutzbehörde rät dringend davon ab, sich dem Wal zu nähern. Er könne Krankheiten haben, die auf den Menschen übertragbar sind. Zudem bestehe auch die Gefahr einer Explosion, da sich Gas in toten Tieren ansammelt, heißt es in einem Bericht der dänischen Boulevardzeitung "Ekstra Bladet".

Der Wal habe bereits am frühen Donnerstagabend bei den Einheimischen in Anholt für Aufsehen gesorgt. Laut TV 2 haben sich zahlreiche Schaulustige versammelt, um das Tier zu sehen. Bereits Ende Januar und Anfang Februar strandeten demnach mehrere Wale kurz nacheinander an verschiedenen Orten in Dänemark.

Noch ist unklar, ob es sich bei diesem Tier um den Ostsee-Buckelwal handelt, der mehrfach vor der deutschen Küste gestrandet war und mit viel Aufwand befreit wurde. Der Tracker des Tieres hatte zuletzt keine Daten mehr gesendet, hieß es. Ein mögliches Indiz: Ähnlich wie beim deutschen Buckelwal soll sich auch die Haut beim dänischen Tier in schlechter Verfassung befinden.

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Ortung des Wals nicht möglich

Eine Privatinitiative hatte den etwa zwölf Meter langen jungen Wal Anfang Mai vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern nach tagelangen Vorbereitungen in einen wassergefüllten Lastkahn bugsiert und mit einem Schleppverband aus der Ostsee bis zur Nordspitze von Dänemark transportiert. Dort wurde das Tier unter nicht genau bekannten Umständen auf hoher See freigesetzt. Vertreter der Initiative machten der Schiffsbesatzung danach schwere Vorwürfe.

Von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium kam zuletzt Unmut über die fehlenden Informationen zum Ort und Zustand des Wals. Demnach war mit der Initiative vereinbart worden, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Das sei bislang nicht eingehalten worden, hieß es zuletzt. Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der Initiative, hatte gesagt, ein Sender liefere zwar Signale, eine Ortung des Tieres sei aber unmöglich.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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