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"Unglückliche Komponenten" Bürger in Berlin-Köpenick warten weiter auf Strom

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Dieses angebohrte Kabel hat in Berlin-Köpenick zu einem langen Stromausfall geführt, der noch bis zum Nachmittag andauern soll.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 30.000 Berliner Haushalte im Stadtteil Köpenick sind weiterhin ohne Strom. Grund dafür ist ein angebohrtes Kabel. Auch Kitas und Schulen müssen deshalb teilweise geschlossen bleiben. Stromversorger Vattenfall hat größere Probleme, den Schaden zu beheben.

Die Behebung des großflächigen Stromausfalls im Berliner Stadtteil Köpenick birgt laut dem Energiekonzern Vattenfall Tücken. Es kämen mehrere "unglückliche Komponenten" zusammen, die man in dieser Form noch nicht gehabt habe, sagte die Sprecherin für das Stromnetz Berlin, Julia Klausch. "Die bauliche Situation lässt wenig Spielräume." Den Ausfall wie angestrebt bis 15 Uhr zu beheben, werde "sportlich". "Wir tun, was wir können." Man wolle sauber, sicher und sorgfältig arbeiten. Längere und flächendeckendere Stromausfälle habe es in Berlin aber durchaus schon gegeben, so Klausch.

Schwierig sei, dass bei einer Bohrung neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden sei. Beide Kabel liegen nach Angaben der Sprecherin etwa einen Meter voneinander entfernt unter der Erde. Die Reparaturarbeiten würden dadurch erschwert, dass es sich um eine enge Baustelle handele.

Bauarbeiten an der Brücke hatten am Vortag zu einem großflächigen Stromausfall in Berlin-Köpenick geführt. Etwa 31.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe wurden vom Stromnetz abgeschnitten. Am heutigen Mittwoch mussten deswegen auch einige Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Betroffen sind die Ortsteile Bohnsdorf, Grünau, Müggelheim und Schmöckwitz.

Im Krankenhaus Köpenick mussten einige Patienten von der Intensivstation in andere Krankenhäuser verlegt werden. Doch mithilfe des Technischen Hilfswerks konnte die Stromversorgung für das Krankenhaus später wiederhergestellt werden.

Weiter berichtet die "Berliner Zeitung" beispielsweise, dass ein Wagen des Katastrophenschutzes vor dem Rathaus in Köpenick parkt, an dem Bürger ihre Mobiltelefone aufladen und telefonieren können. Außerdem hat sich die BVG bereiterklärt, dass vom Stromausfall betroffene Bürger am heutigen Mittwoch kostenlos den Nahverkehr nutzen können. Auch die vom Ausfall betroffenen Blockheizkraftwerke Köpenick und Friedrichshagen sind vom Netz. Die betroffenen 5000 Haushalte können auch erst nach der Wiederversorgung wieder mit Wärme beliefert werden.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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