Panorama

Vietnamesen ins Land gebracht Bundespolizei greift gegen Schleuser durch

130599509.jpg

Die Polizei vollstreckte fünf Haftbefehle.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Menschenhändlerring soll mindestens 155 Vietnamesen bei der illegalen Einreise geholfen haben. Nach monatelangen Ermittlungen durchsuchen Beamte der Bundespolizei nun mehr als 30 Objekte in sieben Bundesländern. Im Zuge der Razzien werden fünf Personen verhaftet.

Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche vietnamesische Schleuser hat die Bundespolizei mehr als 30 Objekte in sieben Bundesländern durchsucht. Schwerpunkt der Razzien war Berlin, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Insgesamt waren rund 700 Bundespolizeibeamte in Berlin, Sachsen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

In der Bundeshauptstadt wurden Wohnungen, Kosmetikstudios und Restaurants in Kreuzberg, Friedrichshain und Lichtenberg durchsucht. In den übrigen Bundesländern habe man zudem "Anlaufstellen" der Schleuserbande durchsucht.

Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte. In Berlin wurden den Angaben zufolge fünf Haftbefehle vollstreckt. Die dortige Staatsanwaltschaft führe das Ermittlungsverfahren seit Juni 2019, hieß es.

Mindestens 155 Vietnamesen sollen von der Bande über den Landweg nach Deutschland eingeschleust worden sein. Für die meisten der Geschleusten war Berlin laut Bundespolizei nur eine Zwischenstation, bevor sie danach ins europäische Ausland wie etwa Frankreich oder Großbritannien weitertransportiert wurden. Die Schleuser sollen pro Schleusung zwischen 5000 und 20.000 US-Dollar von ihren Landsleuten kassiert haben, wie der Sprecher der Bundespolizei sagte.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa