Panorama

Hund kommt vor Bundespräsident Carstensen schwänzt - wegen Dackel

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Schon sein Vater habe immer gesagt, wer Tiere habe, müsse Tiere hüten. Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen reist nicht nach Berlin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dackel Lawrenz hat einen Bandscheibenvorfall. Weil sich Peter Harry Carstensen intensiv um ihn kümmern und sogar nachts mit ihm vor die Tür muss, lässt er einen wichtigen Termin sausen: die Wahl des Bundespräsidenten.

Wenn die Bundesversammlung am Sonntag das neue Staatsoberhaupt der Republik wählt, ist einer nicht dabei: Peter Harry Carstensen. Der CDU-Politiker und frühere Ministerpräsident Schleswig-Holsteins musste den Termin absagen. Der Grund: Sein Dackel Lawrenz ist krank.

"Der hat eine sogenannte Dackellähmung, das ist ein Bandscheibenvorfall", sagte Carstensen über den fünfjährigen Hund. "Ich muss deshalb mehrmals am Tag und auch nachts mit ihm auf dem Arm raus, weil er nicht richtig laufen kann." Das könne und wolle er anderen nicht zumuten. Deshalb habe er abgesagt.

Mehrere Medien hatten über den ungewöhnlichen Schritt berichtet. "Ich weiß gar nicht, warum daraus so ein Bohei gemacht wird", sagte Carstensen. Sein Vater habe immer gesagt, wer Tiere habe, müsse Tiere hüten. "Ich kümmere mich um den Hund."

Seine Frau sei im Urlaub, deshalb habe er die Terminschwierigkeiten, sagte er. An Carstensens Stelle wird deshalb nun Landkreistag-Präsident Reinhard Sager den Bundespräsidenten mitwählen. Carstensen betonte: "Um es ganz deutlich zu sagen: Ich hätte Frank-Walter Steinmeier nicht mit Freude, aber mit Überzeugung mitgewählt."

Ex-Außenminister Steinmeier ist Kandidat von SPD und Union. Der Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck wird am 12. Februar im Berliner Reichstagsgebäude gewählt. Steinmeiers Wahl gilt als sicher. Die Bundesversammlung zählt 1260 Mitglieder, davon sind 630 Bundestagsabgeordnete. Dazu kommen 630 Mitglieder, die von den Landesparlamenten entsendet werden. Zumeist handelt es sich um Landtagsabgeordnete. Aber auch Kommunalpolitiker, Verbandsvertreter oder bekannte Persönlichkeiten wie Sportler, Musiker oder Schauspieler können ein Mandat erhalten.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa

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