Panorama

Wegen Karikatur nackter Muslime "Charlie Hebdo" erhält Anschlagsdrohung

Szenen wie diese sollen sich nicht wiederholen: Am 7. Januar stürmten zwei Islamisten die Redaktion und töteten 12 Mitarbeiter. (Archiv)

Szenen wie diese sollen sich nicht wiederholen: Am 7. Januar 2015 stürmten zwei Islamisten die Redaktion und töteten 12 Mitarbeiter. (Archiv)

(Foto: REUTERS)

Die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" veröffentlicht bei Facebook eine Zeichnung von zwei Muslimen, die nackt über einen Strand laufen. Die Reaktion in Form einer Anschlagsdrohung lässt nicht lange auf sich warten.

Nach neuen Todesdrohungen gegen die Redaktion der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" haben die Behörden Ermittlungen aufgenommen. Aus Justizkreisen verlautete in Paris, mehreren Dutzend Hasskommentaren auf der Facebook-Seite der Zeitung werde nachgegangen. Einer der Redaktionsleiter, Eric Portheault, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Blatt habe die Urheber angezeigt.

Die Kommentare beziehen sich auf Karikaturen, die "Charlie Hebdo" im Juli und August auf Facebook gepostet hat. Drohungen habe es vor allem nach einer am Dienstag veröffentlichten Zeichnung gegeben, sagt Portheault. Sie zeigt einen bärtigen Mann und eine Frau mit Kopftuch, die nackt über einen Strand laufen. Der Titel lautet frei übersetzt: "Muslime... macht Euch frei" ("Musulmans... Dé-coin-cez-vous"). Danach habe ein Kommentator geschrieben "In 20 Tagen, Attentat."

Die Redaktion von "Charlie Hebdo" steht immer noch unter besonderem Schutz. Am 7. Januar 2015 hatten zwei Islamisten die Räume in Paris überfallen und zwölf Mitarbeiter der Zeitung getötet.

Quelle: ntv.de, sro/AFP