Panorama

Gesellschaft schrumpft deutlichChinas Geburtenrate sinkt auf Rekordtief

19.01.2026, 07:12 Uhr
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Die Bevölkerungszahl der Volksrepublik sank im vergangenen Jahr um mehrere Millionen Menschen. (Foto: picture alliance / Caro)

Bereits vor zehn Jahren schafft China die Ein-Kind-Politik ab. Doch die Geburtenrate in dem alternden Milliardenland erholt sich bisher nicht von der Maßnahme. Sie erreicht vielmehr einen neuen Tiefstand.

Chinas Geburtenrate ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Je 1000 Einwohner kamen nur noch 5,63 Kinder zur Welt, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Damit erreichte die Geburtenrate den tiefsten Stand seit Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Als weiteres Zeichen für den demografischen Wandel sank Chinas Bevölkerungszahl zum Jahresende 2025 weiter auf knapp 1,405 Milliarden, ein Rückgang um rund 3,4 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr.

Chinas Gesellschaft altert. Die Menschen bekommen immer weniger Kinder, obwohl vor mehr als zehn Jahren die Ein-Kind-Politik endete, mit der Peking über Jahrzehnte das Bevölkerungswachstum kontrollierte. Zu den Gründen zählt, dass in großen Städten Erziehungs- und Bildungskosten hoch sind. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen.

Anfang des Jahres hatte China auch die Steuerbefreiung für Verhütungsmittel abgeschafft. Auch diese Maßnahme soll die Geburtenrate steigern.

Parallel erlebt das Land einen Rentenboom. In den kommenden Jahren werden die "Babyboomer" - jene Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er Jahren - in Rente gehen. Bis 2050 dürften laut Schätzungen 520 Millionen Menschen in China 60 Jahre oder älter sein.

Die steigende Zahl an Senioren und sinkende Arbeitnehmerschaft belasten die Rentenkasse der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Chinas Regierung begann deshalb im vergangenen Jahr, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. Über die folgenden 15 Jahre steigt die Grenze für Männer von 60 auf 63 Jahre. Bei Frauen, für die bislang je nach Berufsgruppe zwei Renteneintrittsalter galten, erhöht sich diese Schwelle entweder von 50 auf 55 Jahre oder von 55 auf 58 Jahre.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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