Panorama

Nach Mord an Journalistin Dänen zerstören U-Boot von Madsen

100290330.jpg

Ein Gericht ordnete an, dass das 18 Meter lange U-Boot zerstört werden muss.

(Foto: picture alliance / Theresa Münch)

Der Mordfall an einer Journalistin auf dem U-Boot von Erfinder Madsen beschäftigt monatelang die Medien. Nachdem der Däne zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden ist, wird jetzt eine weitere Anordnung des Gerichts umgesetzt.

Das U-Boot, auf dem 2017 ein Aufsehen erregender Mord an einer schwedischen Journalistin geschah, ist demontiert worden. Das Boot sei in Stücke zerlegt und dann zerstört worden, zitierte die Zeitung "Ekstra Bladet" Brian Belling von der Kopenhagener Polizei.

Der Erbauer des Bootes, der dänische Erfinder Peter Madsen, war im September wegen des Mordes an der Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In dem Urteil hatte das Gericht zugleich angeordnet, dass das 18 Meter lange U-Boot zerstört werden müsse.

Wall hatte über Madsen eine Reportage schreiben wollen und war im August 2017 von Kopenhagen aus mit ihm auf dem U-Boot in See gestochen. Danach kehrte die 30-Jährige nicht zurück, später wurden in der Koge-Bucht nahe Kopenhagen nach und nach Leichenteile gefunden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Madsen die Frau aus sexuellem Motiv in dem U-Boot folterte und nach ihrem Tod zerstückelt über Bord warf. Der Mordfall hatte auch international die Öffentlichkeit und die Medien monatelang beschäftigt.

Quelle: ntv.de, jki/dpa