Panorama

Neue Infektionen in der Stadt Das Virus ist nach Wuhan zurückgekehrt

Im November hatte das neuartige Coronavirus sich von Wuhan aus in den Rest der Welt verbreitet.

Im November hatte das neuartige Coronavirus sich von Wuhan aus in den Rest der Welt verbreitet.

(Foto: REUTERS)

In Wuhan nimmt die Corona-Pandemie Ende vergangenen Jahres ihren Anfang, nun ist das Virus nach Wochen ohne gemeldete Neuinfektionen zurück in der Stadt: Mehrere Menschen sind infiziert, in einem Wohnviertel der Millionenstadt wird die Infektions-Risikostufe wieder hochgesetzt.

In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan haben die Behörden den zweiten Tag in Folge neue Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. In einem Wohnviertel der Stadt wurden am Montag fünf Neuinfektionen bestätigt, wie die Behörden mitteilten. In dem Viertel war bereits am Sonntag eine Ansteckung bei einem 89-jährigen Mann festgestellt worden - die erste seit mehr als einem Monat.

Die zentralchinesische Industriemetropole Wuhan ist der Ursprungsort der Coronavirus-Pandemie. Um das Virus einzudämmen, stellten die Behörden die gesamte Stadt für mehr als zwei Monate unter Quarantäne. Seit der Aufhebung der Ausgangssperre vor gut vier Wochen gilt Wuhan eigentlich als "risikoarmes" Gebiet. In dem betroffenen Wohnviertel wurde die Infektions-Risikostufe nun aber von "niedrig" auf "mittel" hochgesetzt.

Neben den neuen Fällen in Wuhan meldete China am Montag auch elf neue asymptomatische Fälle in der umliegenden Provinz Wuhan. Einen neuen Ansteckungsherd gibt es zudem in Shulan in der nordöstlichen Provinz Jilin. Die Stadt wurde bereits am Sonntag unter Quarantäne gestellt.

China hatte am Freitag zugesagt, eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geleitete Untersuchung zur Corona-Pandemie zu unterstützen. Dabei soll es um die weltweite Reaktion auf die Krise gehen. China hatte Ende Dezember erstmals Fälle des neuen Virus in Wuhan an die WHO gemeldet. Das riesige Land zählte offiziell 4633 Todesfälle, deutlich weniger als andere Staaten. Fünf neue Fälle wurden am Montag zudem aus der nordöstlichen Grenzregion zu Nordkorea gemeldet. In Nordkorea wurden nach Angaben der Staatsführung bislang keine Infektionen festgestellt.

Quelle: ntv.de, ter/AFP