Panorama

Xenia bringt KaltfrontDer Herbst kündigt sich an - kurzes Tief bringt Regen

08.09.2026, 20:58 Uhr
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Teilweise werden bis zu 30 l/m² Niederschlag erwartet. (Foto: picture alliance / onw-images)

Das Wetter bleibt in ganz Deutschland wechselhaft: Nach den warmen Tagen folgen gleich zwei Tiefs, die vielerorts Regen bringen. Wie lange die Regenfront andauert und ob es doch noch ein paar sonnige Tage geben wird, erklärt ntv-Meteorologe Luk Nonnenmacher.

ntv.de: Die Hitze ist seit Montag vielerorts zurück. Wie lange bleibt sie denn und wann kommt der Wetterumschwung?

Luk Nonnenmacher: Der Dienstag war in weiten Teilen Deutschlands nochmal richtig schön und sommerlich warm bis heiß. Von Sachsen bis Baden-Württemberg bekamen wir mehr als 30 Grad. Nur im Nordwesten ist es schon ungemütlicher und regnerisch. In der Nacht zu Mittwoch ist es dann soweit, und Tief Xenia zieht mit seiner Kaltfront über Deutschland. Diese Front bringt am Mittwoch vor allem dem Alpenrand teils kräftigen Regen und spürbare Abkühlung. Die Hitze wird verdrängt und es gibt teilweise sogar einen Temperatursturz von gut 10 Grad. Gleichzeitig sorgt Tief Weda im Nordwesten für teils gewittrige Schauer und kräftigen Wind.

Wie lange bleibt die Regenfront bei uns?

Die Front an sich wird uns nicht allzu lang beschäftigen. Schon im Laufe des Mittwochabends zieht sie wieder in Richtung Südeuropa ab. Jedoch beschäftigt uns die kühle Luft noch länger. Bis zum Donnerstag wird es in weiten Teilen Deutschlands unter 20 Grad bleiben. Insbesondere im Norden bleibt es auch danach frühherbstlich kühl. Sonst macht sich von Südwesten wieder wärmere Luft breit, am Oberrhein sind ab Samstag schon wieder mehr als 25 Grad drin.

Reicht der Regen aus, die Natur und Flüsse mit ausreichend Wasser zu versorgen?

Über der breiten Mitte werden nur 1 bis 5 Liter pro Quadratmeter, im Nordwesten und Süden immerhin bis 30 Liter pro Quadratmeter erwartet. Der Niederschlag gibt der Natur zumindest hier eine leichte Verschnaufpause und senkt das Waldbrandrisiko deutlich. Ausreichend sind die zu erwartenden Regenmengen aber bei weitem nicht. Gerade in tieferen Erdschichten fehlt den Bäumen viel Wasser. Auch in den Flüssen wird zunächst kaum etwas vom Regen ankommen, denn die Böden werden das meiste an Flüssigkeit direkt aufnehmen. Für die Flüsse und damit verbunden die Pegelstände bleibt dementsprechend nicht viel übrig. Dafür sind schon deutlich höhere Mengen notwendig, um den langen, viel zu trockenen Sommer wieder auszugleichen. Und leider sieht es noch bis weit in den Herbst nach den derzeitigen Prognosen zu trocken aus.

Wie sieht es denn im Süden Europas aus?

In Europa bietet sich ein unterschiedliches Bild. Vor allem rund um den Alpenraum und Italien wird viel Regen erwartet, teilweise sind auch starke Gewitter und Unwetter möglich. Nicht ganz so ergiebig fallen die Schauer in Richtung Frankreich, Spanien und Portugal aus. Dafür endet in Spanien zumindest die extreme Hitze mit Temperaturen von 40 Grad und mehr. In Richtung Griechenland und Türkei bleibt es trocken bei Höchstwerten zwischen 30 und 35 Grad.

Zurück zu uns: Bleibt es jetzt kühl und herbstlich?

Der Herbst ist noch nicht ganz erreicht. Nach den etwas kühleren Tagen und dem Abzug des Tiefs kommt Deutschland wieder unter den Einfluss eines Hochs, und das Wetter wird stabiler. Temperaturen von über 30 Grad sind zwar eher nicht mehr zu erwarten. Dennoch kommen noch einige schöne Tage auf uns zu. Gerade für den Süden Deutschlands versprechen die Prognosen viel Sonne, und die Temperaturen steigen zum Wochenende wieder über 25 Grad. Auch über der breiten Mitte bleibt es oft freundlich bei Höchstwerten um 22 Grad. Im Norden hält sich die kühle Luft noch etwas hartnäckiger. Ansonsten bekommen wir aber auch hier ausreichend Gelegenheit, um viel Zeit im Freien zu verbringen.

Quelle: ntv.de

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