Begleiter überlebt den VorfallDeutscher stirbt bei Karneval in Kolumbien

Zwei Deutsche reisen zum Karneval ins kolumbianische Barranquilla. Sie sind bis in die Morgenstunden unterwegs, landen in Begleitung auf ihrem Hotelzimmer. Dort wird einer der beiden tot gefunden, der andere kommt ins Krankenhaus.
In der kolumbianischen Küstenstadt Barranquilla ist ein deutscher Tourist gestorben. Der 36-Jährige sei leblos in seinem Hotelzimmer im Stadtviertel Simón Bolívar gefunden worden, berichteten kolumbianische Medien unter Verweis auf die Polizei der Metropole. Demnach deuteten keine Spuren auf eine Gewalteinwirkung hin, die zum Tod des 36-Jährigen führte. Die Behörden gehen dem Verdacht einer Vergiftung nach.
Ein weiterer Deutscher wurde Medienberichten zufolge neben der Leiche im selben Zimmer gefunden. Der 55 Jahre alte Mann sei benommen gewesen und ins Krankenhaus gebracht worden. Sein Zustand ist demnach mittlerweile stabil.
Behördenangaben zufolge hatten die Männer am 12. Februar eingecheckt und in den frühen Morgenstunden des 14. Februar zwei Frauen mit ins Hotel genommen, deren Identität bislang noch nicht geklärt ist. Die Frauen verließen das Hotel eineinhalb Stunden später. Das sollen Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen. Ein Zusammenhang zum Todesfall wurde den Berichten zufolge nicht hergestellt.
In Barranquilla im Nordwesten Kolumbiens steigt derzeit der größte Karneval des südamerikanischen Landes. Er ist ein Besuchermagnet für Tausende Touristen aus aller Welt. 2009 erkannte die Unesco die Feierlichkeiten als immaterielles Kulturerbe der Menschheit an.
Lokale Medien berichten über eine "Welle der Gewalt" während der Feierlichkeiten. Insgesamt seien zwölf Morde an verschiedenen Orten der Stadt registriert worden.