Panorama

Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee Deutschland steht "extremste Winterlage" bevor

Saharaluft im Süden, Winterkälte im Norden: In Deutschland zeichnet sich eine der extremsten Winterlagen der letzten Jahrzehnte ab. Dabei gehen die Niederschläge im Nordteil des Landes mehr und mehr in Schnee über - mit Schneehöhen bis zu 20, in Teilen sogar 40 Zentimeter.

In den nächsten Tagen verschärft sich die Grenzwetterlage über Deutschland erneut. Im Norden formiert sich die Winterluft von Skandinavien her und könnte bereits am Wochenende für Schnee und Sturm sorgen, während der Süden einen Hauch vom Vorfrühling abbekommt - mit Luft aus der Sahara, Sonne und bis zu 16 Grad. Das ist eine absolut extreme Ausgangslage für unser Wetter in der nächsten Woche, auch wenn sich die verschiedenen Wettercomputer noch sehr uneins darüber sind, wie die anschließende Entwicklung sein wird. Dem Land steht zumindest eine der extremsten Winterlagen der letzten Jahrzehnte bevor.

Die Ausmaße des Wintersturms im Norden sind noch unklar. Auch an dieser Stelle gibt es durchaus noch unterschiedliche Ansätze der Computer-Vorhersagen. Aber es gibt Modellprognosen, die am Wochenende in der kompletten Nordhälfte verbreitet um die 10, zum Teil sogar 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee kommen sehen. Hinzu kommt dann ein mitunter starker bis stürmischer Wind, der in freien Lagen zum Teil für massive Schneeverwehungen sorgen kann.

Für die nächste Woche sind die Unterschiede bei den Wetterberechnungen nach wie vor groß. Das wird der ein oder andere sicherlich beim Blick auf die diversen Wetter-Apps bereits gesehen haben. Die Vorhersagen springen teilweise nämlich ganz gewaltig. Und genauso gewaltig sind eben auch die Möglichkeiten.

Ein ganzer Teil der Vorhersagen lässt die Kaltluft aber auch bis in den Süden vorankommen. Selbst ganz eiskalte Berechnungen sind immer wieder im Rennen. Relativ sicher erscheint aber momentan, dass die komplette Nordhälfte richtig "einwintert". Hier dürfte der Februar 2021 einer der kältesten Februar-Monate seit Jahren werden.

Das liegt am Polarwirbel, der in diesem Winter enorm angeschlagen ist und sich auch nicht mehr erholen wird. Das erhöht bei uns in Deutschland die Wahrscheinlichkeit von kalten Wetterlagen. Zumal sich der Wirbel teilt und wir somit in einen lupenreinen Polarwirbel-Split bekommen. Das hat übrigens nichts damit zu tun hat, dass es womöglich gar keinen Klimawandel gibt. Denn es gibt ja durchaus Menschen, die die Begriffe Wetter und Klima jetzt mal wieder in einen Topf werfen.

Quelle: ntv.de