Panorama
Schon in der Nacht zum Montag sind an der Küste erste Sturmböen möglich. Am Dienstag wird es verbreitet stürmisch.
Schon in der Nacht zum Montag sind an der Küste erste Sturmböen möglich. Am Dienstag wird es verbreitet stürmisch.(Foto: picture alliance / dpa)
Sonntag, 14. Januar 2018

Die Wetterwoche im Schnellcheck: Die Ruhe ist vorbei

Es steht uns eine wechselhafte und durchaus turbulente Zeit bevor: Neben Regen und Schnee bringen uns die kommenden Tage auch einen stürmisch auffrischenden Wind. Wie die Wetterwoche wird, erklärt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Die Zeit von Hoch "Borchert" ist bald schon wieder vorbei. Von Skandinavien bewegt sich "Borchert" ostwärts in Richtung Russland und damit wird der Weg frei für die Atlantiktiefs. Tief "Evi" schickt uns zu Beginn der neuen Wetterwoche seine Ausläufer. Leider nicht die letzten. Denn es wird eine wechselhafte und durchaus turbulente Zeit, die uns neben Regen und Schnee auch einen stürmisch auffrischenden Wind bringt. Die Unsicherheiten bei den Wettermodellen für die Details und die Zugbahnen der einzelnen Tiefdruckgebiete sind zwar noch groß, jedoch zeigt vor allem der Donnerstag ein deutlich erhöhtes Potenzial für eine schwere Sturmlage. Aber auch zuvor kann es schon mal stürmisch werden. Hier die Details.

Nacht zum Montag

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Die Nacht startet ruhig und bringt verbreitet frostige Temperaturen. Am kältesten dürfte es in den östlichen Landesteilen sowie ganz im Süden werden. Dort sind Tiefstwerte zwischen minus 4 und minus 8 Grad zu erwarten. Dabei ist neben örtlichen Dunst- und Nebelfeldern zum Teil auch mit Reifglätte zu rechnen. Gegen Morgen sind mit der Annäherung der Tiefausläufer an der Küste erste Sturmböen möglich.

Montag

Von der Ostsee bis zu den Alpen bleibt es noch lange freundlich und trocken. Den großen Rest erreichen von Nordwesten dagegen schon bald dichte Wolken mit Regen. Anfangs muss besonders im Bergland mit Schnee, ab dem Abend auch mit gefrierendem Regen und Glätte gerechnet werden. Der Wind legt im Laufe des Tages ebenfalls zu: Im Flachland sind bereits stürmische Böen möglich, an der Küste sowie im Bergland auch schwere Sturmböen bis hin zu einzelnen orkanartigen Böen. Höchstwerte zwischen 0 Grad am Erzgebirge und bis zu 10 Grad am Rhein.

Dienstag

Dieser Tag wird verbreitet nass und stürmisch. Im Bergland sind Schneefälle mit Gefahr von Verwehungen zu erwarten. Richtung Alpen liegt die Schneefallgrenze zuerst noch bei etwa 1000 Meter. Später fallen die Flocken aber auch dort weiter runter. Und selbst im Flachland sind neben Regenschauern teils gewittrige Schnee- und Graupelschauer drin. Dazu erreichen die Temperaturen 1 bis 10 Grad.

Mittwoch

Jetzt ist es auch im Süden zunehmend winterlich mit Schnee bis in tiefere Lagen. Ansonsten wenig Änderung: nasskalt mit 0 bis 7 Grad.

Donnerstag

Das wird wahrscheinlich der ungemütlichste Tag der Woche. Denn neben weiterem Regen und Schnee könnte uns ein Tief schwere Sturm- bis Orkanböen sogar bis ins Flachland bringen. Die genaue Zugbahn ist aber noch sehr unsicher. Von daher sind sowohl Stärke als auch Gebiete der stärksten Böen noch nicht näher einzugrenzen. Von der Nordsee bis zu den Alpen ist je nach Modell noch alles möglich. Temperaturtechnisch bewegen wir uns dabei zwischen 1 und 8 Grad.

Freitag und am Wochenende

Nach jetzigem Stand lässt der Wind nach. Das unbeständige Wetter allerdings nicht. Die Temperaturen erreichen am Freitag zwischen 0 und 6 Grad. Der Samstag bringt uns -1 bis 5 Grad, sodass die Niederschläge auch in den tieferen Lagen häufiger in Schnee übergehen. Am Sonntag machen die Wettercomputer dann aber schon wieder eine prognosentechnische Grätsche. Denn während der eine Teil weiterhin auf den Winter bei Werten um den Gefrierpunkt besteht, forciert der andere Teil ein Vorankommen von milderer Luft.

Quelle: n-tv.de