Panorama

Das Handy ist meist dabei Die Toilettengewohnheiten der Deutschen

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Sauber und mit genug Papier soll es sein.

Wenn der Deutsche auf die Toilette geht, schließt er meist die Tür hinter sich. Und dann? Hinter verschlossenen Türen verrichtet er jedenfalls mehr als nur sein Geschäft.

Nicht, dass es verwundern würde. Auf der Toilette erledigen die Deutschen weit mehr als ihr Geschäft. Dabei sind es tatsächlich eher die Männer, die die Zeit auf dem stillen Örtchen für eine persönliche Auszeit nutzen, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Sanitärtechnik-Herstellers Geberit.

Demnach lesen 32 Prozent der Männer auf dem Klo Zeitung, 24 Prozent checken mal eben ihre Handynachrichten und 23 Prozent surfen ein bisschen im Internet. Vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen hat das Handy Zeitung und Buch schon komplett abgelöst. Lediglich 19 Prozent brauchen keine Zweit-Beschäftigung.

Schon frühere Umfragen hatten ergeben, dass Männer mehr Zeit als Frauen auf der Toilette verbringen. Dafür ist bei Frauen die Besuchsfrequenz höher, wie die neue Erhebung zeigt. 57 Prozent der befragten Frauen gaben an, sechs- bis zehnmal täglich das WC aufzusuchen. Die Mehrzahl der Herren (49 Prozent) bringt es hingegen nur auf bis zu fünf Besuche.

Ein Drittel der Befragten wurde bei den intimen Verrichtungen schon einmal überrascht. 33 Prozent gaben an, sie hätten schon einmal vergessen, die Klotür hinter sich zu schließen. Das dürfte allerdings nur halb so unangenehm sein, wie das, was bereits 70 Prozent der Umfrageteilnehmer bereits erlebten: Es gibt kein Toilettenpapier mehr. 89 Prozent nennen einen Mangel an Klopapier als besonders problematisch.

Geschlechterübergreifend sind auch andere Unannehmlichkeiten auf der Toilette. So ärgern sich 91 Prozent der Umfrageteilnehmer über unsaubere WCs, 77 Prozent stören sich an schlechten Gerüchen. Entgegen aller Erwartungen sorgt die sagenumwobene, nicht heruntergeklappte Toilettenbrille lediglich bei müden 31 Prozent der Damen für Frust, bei den Herren sind es sogar nur 22 Prozent.

Quelle: ntv.de, sba