Panorama

Sintflutartiger Regen Die Zahl der Flutopfer in China steigt

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Die Regenfälle in der Region waren nach Behördenangaben die schwersten seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 60 Jahren.

(Foto: picture alliance / Tian Duanlei / Costfoto)

Die Jahrhundertflut in der zentralchinesischen Provinz Henan fordert noch mehr Todesopfer. In der verwüsteten Millionen-Metropole Zhengzhou haben die Aufräumarbeiten begonnen. Meteorologen warnen unterdessen vor weiteren Regenfällen.

Nach den schweren Überschwemmungen in der chinesischen Metropole Zhengzhou ist die Zahl der Toten auf 56 gestiegen. Mehr als 495.000 Menschen seien bisher in Sicherheit gebracht worden, teilen die Behörden mit. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtet, werden die Schäden auf umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro beziffert. Zudem warnt das Pekinger Wetteramt vor andauerndem heftigen Regen in der zentralchinesischen Provinz Henan, zu der auch Zhengzhou gehört.

Verantwortlich für die sintflutartigen Regenfälle ist demnach der Taifun "In-Fa", der sich derzeit der chinesischen Ostküste nähert und auch das Wetter tiefer im Landesinneren beeinflusst. Der Sturm bewege sich mit etwa 15 Stundenkilometern nordwestlich und gewinne an Stärke. In-Fa, der sechste Taifun dieses Jahres, werde voraussichtlich am Sonntag an der Küste der Provinzen Zhejiang und Fujian auf Land treffen.

Die Neun-Millionen-Metropole Zhengzhou war am Dienstag von Wassermassen verwüstet worden. Mehrspurige Straßen hatten sich zum Teil in reißende Flüsse verwandelt. Autos schwammen in den Fluten. Die Wassermassen überschwemmten auch die U-Bahn, wo Hunderte Menschen zeitweise in Zügen und in Tunneln eingeschlossen waren. Zahlreiche Einsatzkräfte sind weiter mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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