Panorama

"Kommen auf ein Plateau" Divi-Chef: Lage in Kliniken unter Kontrolle

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(Foto: dpa)

In deutschen Krankenhäusern werden zurzeit fast 4000 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt, seit Tagen hält sich diese Zahl auf einem recht stabilen hohen Niveau. Laut Divi-Präsident Janssens kommen die Intensivstationen damit aber bislang noch gut zurecht.

Trotz einer Rekordzahl von Corona-Todesfällen sieht der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Uwe Janssens, die Situation in den Krankenhäusern unter Kontrolle. "Wir hoffen sehr stark, und wir sehen es in den letzten Tagen auch, dass wir in eine sehr hohe Stabilisierungsphase auf deutschen Intensivstationen eintreten", sagte Janssens im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Zuwächse bei den Zahlen seien nicht mehr in dem Umfang da, "das heißt, wir kommen auf ein Plateau". Wenn es so bliebe, könnte es in 14 bis 20 Tagen einen leichten Rückgang der Belastung geben. Tatsächlich ist die Zahl der auf deutschen Intensivstationen behandelten Corona-Patienten gestern sogar erstmals seit vielen Wochen wieder leicht gesunken, verharrt jedoch mit 3919 auf einem hohen Niveau. Leicht angestiegen ist weiter die Zahl der beatmeten Patienten, es waren nach letztem Stand 2354.

Wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht, sind in den vergangenen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden - ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie. Janssens sagte, die hohen Sterbezahlen seien Ergebnis der hohen Infektionszahlen der letzten Wochen. "Es dauert halt, bis ein an Covid-19 erkrankter Patient leider Gottes diesen schweren Weg nimmt und verstirbt", sagte er.

In einigen Regionen Deutschlands seien noch viele Intensivbetten frei, 20 bis 30 Prozent etwa in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern. Im theoretischen Fall wieder steigender Infektionszahlen müsste man demnach erst diese Ressourcen durch Verlegungen ausnutzen. Erst dann sei man an einer Grenze angekommen, er und viele seiner Kollegen gingen aber nicht davon aus, dass es so weit komme. Gleichzeitig erneuerte der Intensivmediziner seine Sorge über die Lockerung der Corona-Maßnahmen über die Feiertage.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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