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Festnahme nach sechs Jahren Drahtzieher im Pferdefleischskandal gefasst

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Wegen Verbrauchertäuschung war der Mann schuldig gesprochen worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Männer verkaufen 2013 mehr als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch. Es landet europaweit als Fertiglasagne oder Chili con Carne in Supermärkten. In Abwesenheit wird ein niederländischer Unternehmer im April zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt - jetzt nehmen spanische Polizisten ihn fest.

Der Mann, der als Hauptdrahtzieher des europaweiten Pferdefleischskandals von 2013 gilt, ist in Spanien festgenommen worden. Der niederländische Unternehmer sei auf Antrag der französischen Behörden im Badeort Calpe im Osten Spaniens in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit.

Der Mann sei inzwischen dem zuständigen Richter am Madrider Staatsgerichtshof vorgeführt worden. Der Radiosender Cope zeigt ein von den Behörden veröffentlichtes Video der Festnahme, die den amtlichen Angaben zufolge bereits am Dienstag vergangener Woche erfolgte.

In Zusammenhang mit dem Skandal war der Niederländer im April in Frankreich in Abwesenheit zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Neben dem Fleischhändler aus den Niederlanden wurde damals in Paris auch ein früherer Chef der französischen Fleischverarbeitungsfirma Spanghero zu sechs Monaten Freiheitsentzug verurteilt.

Die beiden Männer wurden der Verbrauchertäuschung für schuldig befunden. Sie hatten mehr als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben und es in Supermarktketten in Deutschland und anderen Ländern Europas unter anderem in Fertiglasagne oder in Chili con Carne auf den Markt gebracht.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa

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