Panorama

Syrische Brüder wieder vereint Dramatische Fluchtgeschichte endet gut

3rca5754.jpg2028255068214643700.jpg

Polizeischutz bei der Bahn

(Foto: dpa)

Es ist eine Geschichte mit Herzblut, in der ein zehnjähriger Junge aus Syrien mit Hilfe der Polizei seinen Bruder wiederfindet. Beide Geschwister hatten sich nach ihrer Odyssee durch Europa auf einem deutschen Bahnhof beim Umsteigen verloren.

Mit Hilfe der Bremer Polizei hat ein zehnjähriger Bürgerkriegsflüchtling aus Syrien seinen älteren Bruder wiedergefunden, der ihm als einzige Bezugsperson noch verblieben war. Wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten, waren die Geschwister bei ihrer Bahnreise durch Deutschland beim Umsteigen am Würzburger Hauptbahnhof in einem hektischen Moment getrennt worden, weil der Kleine versehentlich in den falschen Zug stieg.

Nach Angaben der Polizei konnte der 27-Jährige nur noch hilflos mit ansehen, wie sein ihm anvertrauter Bruder in einem anderen Zug in dem fremden Land in eine unbekannte Richtung davonfuhr. Zuvor hatten sich die beiden durch Jordanien, die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn sowie Österreich bis nach Deutschland durchgeschlagen. Verzweifelt setzte der Ältere daraufhin allein seine Fahrt nach Bremen fort, wo er sich nach der Ankunft am Dienstag hilfesuchend an die Polizei wandte.

Wie die Beamten weiter mitteilten, konnten sie dank der Abfahrtszeit des Zugs, die sich der junge Mann gemerkt hatte, schnell den Zielort des Zehnjährigen ermitteln und den Jungen mit Hilfe ihrer bayrischen Kollegen in Bamberg lokalisieren. Dort war das Kind am Bahnhof aufgegriffen und in eine Jugendnothilfeeinrichtung gebracht worden. Der 27-Jährige sei ob der glücklichen Nachricht "zu Tränen gerührt" gewesen, erklärten sie.

Der Mann sei anschließend als Asylbewerber registriert und in die zentrale Bremer Erstaufnahmeeinrichtung gebracht worden. Von Jugendamt in Bamberg wird die Zusammenführung der beiden Brüder organisiert.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP