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2012 kam es am Mont Maudit bereits einmal zu einem schweren Unglück, bei dem mindestens neun Menschen, darunter mehrere Deutsche, ums Leben kamen.
2012 kam es am Mont Maudit bereits einmal zu einem schweren Unglück, bei dem mindestens neun Menschen, darunter mehrere Deutsche, ums Leben kamen.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 18. August 2016

Deutscher Bergführer verschüttet: Drei Menschen sterben am Mont Blanc

In einer Lawine aus Eis und Schnee in mehr als 4000 Meter Höhe kommen offenbar bereits am Dienstag drei Bergsteiger ums Leben. Zunächst bemerkten die Behörden das Unglück gar nicht.

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Ein deutscher Bergführer und zwei Frauen sind bei einem Lawinenunglück im Mont-Blanc-Massiv in den französischen Alpen gestorben. Die mit Seilen verbundenen Bergsteiger wurden nach Angaben der Behörden am Mont Maudit mitgerissen, als Blöcke aus Gletschereis abstürzten und Schnee in Bewegung setzten - solche Eistürme sind als Séracs bekannt.

Die Leiche des 50-jährigen Deutschen wurde erst am Morgen, zwei Tage nach dem Unglück, geborgen. Nach Angaben der Hochgebirgs-Gendarmerie war der Mann unter einem Meter Schnee verschüttet.

Freund meldet Deutschen vermisst

Der Mann habe einen Großteil des Jahres in Chamonix in der Nähe des Montblanc gelebt und stamme gebürtig aus dem Allgäu, sagte Stéphane Bozon von der Gendarmerie. Die beiden Kundinnen des Bergführers waren eine Slowakin und eine Frau mit britischer und polnischer Staatsbürgerschaft, wie eine Sprecherin der Präfektur des Verwaltungsbezirks Haute-Savoie erläuterte. 

Das Unglück geschah am frühen Dienstagmorgen auf 4100 Metern Höhe, zunächst gab es jedoch keine Hinweise auf Vermisste. Nach einem Anruf eines Freund des Deutschen nahm die Gendarmerie am Mittwochabend die Suche auf und fand kurz darauf die Leichen der beiden Frauen. Dabei wurden auch Suchhunde und ein Helikopter eingesetzt.

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Quelle: n-tv.de