Panorama

Polizist unter den OpfernDrei Tote nach Schüssen in jüdischem Viertel in Montréal 

22.06.2026, 21:14 Uhr
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Ob es sich bei dem Vorfall um einen Terroranschlag handelt, ist unklar. (Foto: picture alliance / Christopher Katsarov/The Canadian Press via AP)

In der kanadischen Metropole Montréal kommt es zu einem tödlichen Schusswaffeneinsatz. Die Polizei spricht von drei Toten. Der Vorfall ereignet sich in einem jüdisch geprägten Viertel.

Bei einem Schusswaffenvorfall in einem jüdischen Viertel der kanadischen Metropole Montréal sind drei Menschen getötet worden. Bei den Toten handele es sich um einen Einwohner, einen Polizisten und den Angreifer, sagte ein Polizist vor Journalisten.  Der Beamte sprach von einem "Albtraum", dessen Hintergründe noch offen seien. Er erwarte neue Erkenntnisse in den kommenden Stunden. An eine bei dem Einsatz verletzte Polizistin gerichtet, sagte er: "Halte durch, wir stehen hinter dir." Weitere Verdächtige in dem Fall gebe es nicht, der Einsatz halte aber an. 

Die Polizei hatte zuvor um die Mittagszeit (Ortszeit) vor einem "bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen" gewarnt und Bürger dazu aufgefordert, eine Gegend im Viertel Côte-des-Neige zu meiden. Die Polizei sei per Notruf verständigt worden und bei ihrer Ankunft unter Beschuss geraten, sagte der Beamte. Bilder in den Onlinenetzwerken zeigen einen Verdächtigen in militärischer Kleidung.

Zu den Umständen des Vorfalls äußerten sich die Behörden nicht. Auch war das Motiv des mutmaßlichen Täters nach ihren Angaben noch unklar. In dem Viertel gibt es viele koschere Restaurants und Supermärkte. Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums zugetragen. Es könne sich um einen Anschlag handeln, hieß es.

Die im späten 18. Jahrhundert gegründete Chabad-Lubawitsch-Bewegung war zunächst in Russland verbreitet und dehnte sich dann über die Nachbarländer aus. Ihr Ziel ist es, Juden ihrer Religion und ihren Traditionen näherzubringen. Weltweit hat die Organisation nach eigenen Angaben mehr als 5000 Institutionen in mehr als 100 Ländern.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa

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