Panorama

So viele Tote wie nie zuvor Drogen-Epidemie wütet in den USA

95191934.jpg

Im Jahr 2015 starben 12.990 Amerikaner an den Folgen ihres Heroinkonsums.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trauriger Rekord: In den USA sterben in diesem Jahr so viele Menschen an Drogen wie nie zuvor, die Drogenbehörde spricht von einer "Epidemie". Doch es ist keine harte Droge wie Heroin, die die meisten Opfer fordert.

Die US-Drogenbehörde DEA hat vor einem gravierenden Anstieg des Drogenkonsums in den Vereinigten Staaten gewarnt. Einem aktuellen Bericht zufolge gab es von Januar bis August 2017 so viele Drogentote wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Damit gebe es seit 2011 jährlich mehr Drogentote als Tote durch Verkehrsunfälle, Suizide oder Morde.

Vor allem die fortwährende Präsenz der mexikanischen Kartelle habe zu einer "Epidemie" der Drogen geführt. So stellten vor allem aus Mexiko in die USA geschmuggelte Drogen eine große und weiter steigende Gefahr dar und seien "die hauptsächliche Quelle für lokale Drogenhändler". "Es war nie wichtiger, alle Mittel gegen diese Epidemie einzusetzen. Wir müssen in unserem Kampf gegen den Drogenmissbrauch unerschütterlich bleiben", heißt es in dem Bericht.

Die meisten Tote durch eine Überdosis sind dem Bericht nach aber nicht etwa auf Heroin oder Kokain zurückzuführen, sondern auf die Einnahme kontrollierter verschreibungspflichtiger Medikamente - 31.181 Amerikaner starben deshalb allein im Jahr 2015. Trotzdem nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die an einer Überdosis Heroin sterben. Hinzu kommt, dass laut DEA Schmerzmittel wie Fentanyl mit Verdünnungsmitteln gemischt und als Heroin verkauft werden - ohne jedoch Heroin zu enthalten.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

Mehr zum Thema