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Über 1000 Cannabispflanzen Drogenring nutzt "Horrorhaus" von Höxter

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(Foto: dpa)

Im sogenannten Horrorhaus von Höxter soll ein Ehepaar zwei Frauen bis zum Tode misshandelt haben - nun gerät das Anwesen erneut in den Fokus. Bei einer Razzia entdeckt die Polizei mehr als 1000 Cannabispflanzen, zwölf Personen werden festgenommen.

Das sogenannte "Horrorhaus" von Höxter, in dem Frauen jahrelang misshandelt worden sein sollen, ist in jüngster Zeit für eine Drogenplantage genutzt worden. Mehr als 1000 Cannabispflanzen stellte die Polizei in dem Gebäude sicher.

Auf dem Anwesen soll ein Ehepaar zwei Frauen gefangen gehalten und so massiv misshandelt haben, dass sie starben. Der Prozess gegen das inzwischen geschiedene Paar läuft vor dem Landgericht Paderborn. Medienberichten zufolge wurde das Haus Anfang des Jahres verkauft.

"Es gab Ermittlungen im Drogenmilieu und in diesem Zusammenhang ist man darauf gekommen, dass sich eine Plantage im besagten Haus befindet", sagte ein Sprecher. Die Plantage soll von mindestens fünf Personen aufgebaut worden sein. Kripo-Beamte nahmen mit Unterstützungen von Spezialeinheiten zwölf Menschen in dem Objekt fest.

Den Ermittlungen des Kommissariats für Organisierte Kriminalität zufolge ist vermutlich ein 42-jähriger Türke aus den Niederlanden Kopf der Bande. Neben dem möglichen Bandenchef soll auch sein Komplize, der aus Schottland stammende neue Eigentümer des Hauses festgenommen worden sein. Unter den Festgenommenen sind zudem Frauen, die vermutlich als "Erntehelferinnen" in der Plantage dienten.

Im so genannten "Horrorhaus" lebten zuvor die vor dem Landgericht Paderborn stehenden Angeklagten Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W. Sie sollen Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben. Der 47-Jährige und die 48-Jährige sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt.

Quelle: n-tv.de, jgu/AFP/dpa

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