Panorama

Auch Luftwaffenbasis betroffenDrohnensichtungen legen Flughafen Eindhoven lahm

23.11.2025, 16:08 Uhr
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Am Flughafen Eindhoven stand für mehrere Stunden alles still. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Mehrere Drohnensichtungen schrecken am Wochenende die Behörden in den Niederlanden auf. In Eindhoven stellt der Flughafen stundenlang seinen Betrieb ein. Am Luftwaffenstützpunkt Volkel eröffnen Soldaten das Feuer auf Drohnen. Es sind nicht die ersten Vorfälle dieser Art in Europa.

Wegen einer Drohnensichtung ist der Flugverkehr am niederländischen Flughafen Eindhoven am Samstagabend stundenlang eingestellt worden. Der zivile und der militärische Flugverkehr am zweitgrößten Flughafen des Landes sei für mehrere Stunden unterbrochen gewesen, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Zuvor seien mehrere Drohnen gemeldet worden. Mit nicht näher bezeichneten "Maßnahmen" sorgte das Ministerium nach eigenen Angaben dafür, dass der Verkehr wieder aufgenommen werden konnte. Der Flughafen Eindhoven im Süden der Niederlande ist gemessen am Passagieraufkommen der zweitgrößte nach Amsterdam Schiphol.

Bereits am Freitagabend hatte das niederländische Militär Waffen gegen Drohnen über dem Luftwaffenstützpunkt Volkel eingesetzt, der rund 40 Kilometer nordöstlich von Eindhoven liegt. Daraufhin sei das Feuer eröffnet worden, die Drohnen seien jedoch entkommen. Das Personal des Stützpunkts Volkel nahe der deutschen Grenze habe die Drohnen zwischen 19 und 21 Uhr gesichtet, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Drohnen und andere Verletzungen des Luftraums haben in den vergangenen Monaten in mehreren europäischen Nato-Staaten für erhebliche Störungen gesorgt, darunter auch in Deutschland. In Polen drangen im September mehr als 20 russische Drohnen in den Luftraum ein. Auch in Deutschland, Belgien und Dänemark wurden Drohnen über Militärbasen und Flughäfen gemeldet, was unter anderem am Münchner Flughafen zu erheblichen Störungen führte. Die Vorfälle haben die Staats- und Regierungschefs der EU dazu veranlasst, eine Verstärkung der Flugabwehr zu erörtern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Vorfälle als "hybride Kriegsführung" bezeichnet.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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