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Empfehlung noch vor Weihnachten? EMA macht bei Kinderimpfung Tempo

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Die Corona-Impfung wird schon für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zuletzt geht die EMA noch davon aus, dass es mehrere Monate dauert, ehe die Corona-Impfung für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen werden kann. Nun drückt die Behörde offenbar aufs Tempo: Man wolle eine Empfehlung möglichst noch vor Weihnachten aussprechen. Die USA sind schon deutlich weiter.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will noch möglichst vor Weihnachten entscheiden, ob sie eine Empfehlung für Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausspricht. "Der derzeitige Zeitplan für die Bewertung beträgt ungefähr zwei Monate", teilte die EMA dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. Zuletzt ging die Behörde noch von mehreren Monaten bis zu einer möglichen Zulassung aus.

Mitte Oktober hatte die EMA mit der Prüfung des Biontech-Impstoffs für unter Zwölfjährige begonnen. In die Bewertung würden laut EMA auch Daten aus laufenden pädiatrischen Studien von Biontech und Pfizer einfließen. Diese würden noch im November erwartet.

Die USA sind derweil schon weiter. Dort hatte am gestrigen Dienstag sich ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Die Empfehlung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet. Im Anschluss muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.

Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weißen Hauses dann bereits im November starten. Die Regierung werde innerhalb weniger Tage nach einer Zulassung 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausliefern, hieß es. Auch das nötige Zubehör, etwa kleinere Spritzen, würden direkt mit ausgeliefert. In Deutschland wird das Coronavirus unterdessen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei 5- bis 14-Jährigen gab das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 218,1 an, Tendenz steigend.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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