Panorama

Fünf neue UNESCO-Einträge "Ebbelwoi" wird deutsches Immaterielles Kulturerbe

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Auch der "Bembel" (Krug) gehört zum Brauch.

(Foto: picture alliance / Andreas Arnold/dpa)

Das Immaterielle Kulturerbe Deutschland ist um fünf Einträge reicher. Nicht nur die Fertigkeiten und Traditionen rund um die Apfelweinherstellung schaffen es auf die Liste, sondern auch die Zucht einer bestimmten Reitpferdrasse sowie - im zweiten Anlauf - das Brieftaubenwesen.

Die Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland ist um fünf Einträge reicher. Neu aufgenommen wurden die handwerkliche Apfelweinkultur, der Willibaldsritt in Jesenwang, das Brieftaubenwesen und die Trakehner Zucht, wie die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn berichtete. Beschlossen haben dies die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Zudem wurde das Pflasterer- und Steinsetzer-Handwerk als Modellprogramm für den Erhalt des Immateriellen Kulturerbes gewürdigt.

Das bundesweite Verzeichnis umfasst damit 131 Einträge. Das Verzeichnis bilde die unterschiedlichen Facetten kultureller Ausdrucksformen ab, sagte die Vorsitzende der Kulturministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Die Apfelweinkultur verbinde Fertigkeiten um die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen mit Wissen und Können der Apfelweinherstellung und den dazugehörigen Bräuchen, teilte die UNESCO mit. Bei der Zucht der Reitpferdeart Trakehner hoben die Fachleute das spezifische Wissen und Können rund um die Trakehner Pferde hervor. Beim alljährlichen Willibaldsritt im oberbayerischen Jesenwang reiten laut UNESCO-Kommission Hunderte Menschen mit ihren Pferden in einer feierlichen Prozession durch eine Kirche.

UNESCO lobt Schritt der Brieftaubenzüchter

Bei den Brieftauben lobte die UNESCO, dass sich der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter einem Dialog mit Tierschutzorganisationen geöffnet habe, "um strittigen Punkten der Praktik stärker gerecht zu werden".

Das Brieftaubenwesen hat die Aufnahme erst im zweiten Anlauf geschafft. Die erste Bewerbung war 2018 von der Kultusministerkonferenz noch abgelehnt worden. Die Auswahlkommission hatte damals unter anderem eine mangelnde Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Kontroversen um Tierhaltung und -nutzung bemängelt.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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