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Der Baum soll schon vor Jahren als umsturzgefährdet eingestuft worden sein.
Der Baum soll schon vor Jahren als umsturzgefährdet eingestuft worden sein.(Foto: AP)
Dienstag, 15. August 2017

Deutsche unter Verletzten: Eiche erschlägt 13 Menschen auf Madeira

Das religiöse Monte-Fest auf der portugiesischen Insel Madeira lockt viele Besucher an. Während der Prozession stürzt ein Baum auf die Menschenmenge. Mindestens 13 Menschen kommen ums Leben, Dutzende werden verletzt - darunter auch Deutsche.

Bei einem religiösen Volksfest auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira hat ein umstürzender Baum 13 Gläubige in den Tod gerissen. 50 weitere Menschen seien verletzt worden, als die Eiche plötzlich samt ihres Wurzelwerks auf die umstehenden Menschen fiel, teilten die örtlichen Behörden mit. Unter den Verletzten seien auch fünf Ausländer, darunter Deutsche, Ungarn und Franzosen, hieß es.  Von den Verletzten seien sieben in kritischem Zustand, zitierte die Zeitung "Público" den Regionalsekretär für Gesundheit, Pedro Ramos.

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Bei dem Baum handelte es sich laut "Público" um eine 200 Jahre alte Eiche. Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden. Bürgermeister Paulo Cafôfo widersprach dem und betonte, die Krone der Eiche sei grün und gesund gewesen, deshalb sei der Baum auch nicht mit Kabeln gesichert worden.

Der Baum kippte offenbar plötzlich um und traf Dutzende Gläubige, die in der Nähe an einem Verkaufsstand Kerzen erwerben wollten. Auf einem im Internet verbreiteten Video ist der Moment zu sehen, in dem der Baum stürzt. Schockierte Augenzeugen liefen in Panik in alle Richtungen. Die Staatswanwaltschaft kündigte an, Ermittlungen aufnehmen zu wollen.

Dreitägige Trauer ausgerufen

Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Einsatzteam von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr. Premierminister António Costa zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus. Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall abgebrochen. Die Regierung von Madeira rief eine dreitägige Trauer aus.

Das Unglück ereignete sich während des beliebten "Festa da Senhora do Monte" (Fest der Herrin von Monte), dem größten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel. Es wird zu Ehren der Jungfrau von Monte, der Schutzheiligen der Hauptstadt Funchal, immer am 14. und 15. August abgehalten und lockt traditionell viele Besucher aus aller Welt nach Madeira. Die Straßen und die Wallfahrtskirche in den Bergen oberhalb von Funchal werden dabei aufwendig mit Blumen geschmückt, es gibt Musik und Stände sowie eine Prozession Tausender Pilger.

Quelle: n-tv.de