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Ein Eichhörnchen sollte in den USA als "emotionale Stütze" abheben.
Ein Eichhörnchen sollte in den USA als "emotionale Stütze" abheben.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Donnerstag, 11. Oktober 2018

Keine emotionale Stütze: Eichhörnchen darf nicht mitfliegen

Eine Frau bringt ein Eichhörnchen als "emotionale Unterstützung" mit ins Flugzeug. Doch ihr flauschiger Freund darf nicht mitfliegen. Da die Passagierin die Maschine mit dem kleinen Nager nicht verlassen will, muss die Polizei kommen.

Ihre tierischen Freunde dürfen Passagiere in den USA kostenlos mit ins Flugzeug nehmen - aber nur, wenn diese ihnen körperlich oder emotional helfen. Nicht nur Hunde oder Katzen werden so als "Emotional Support Animal" zu Fluggästen. US-Airlines haben beispielsweise auch schon eine Ente mit Windeln, ein Hausschwein oder ein Äffchen in der Kabine transportiert.

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Doch es gibt auch Grenzen: Als eine Frau am Dienstag mit einem Eichhörnchen als "emotionale Stütze" von Orlando nach Cleveland reisen will, weigert sich die US-amerikanische Fluggesellschaft Frontier Airlines, das Tier mitzunehmen. Das Flugpersonal ruft die Polizei zur Hilfe, weil sich die Passagierin weigert, die Maschine mit dem Eichhörnchen zu verlassen. Das berichtet die Washington Post. Nagetiere, einschließlich Eichhörnchen, seien auf ihren Flügen nicht erlaubt, begründet die Fluggesellschaft die Entscheidung. Andere Flugreisende müssen die Maschine verlassen, damit Polizisten die Frau und ihren Nager von Bord bringen können. Es kommt zu einer zweistündigen Verspätung.

"Emotional Support Animals" reisen gratis

In den USA dürfen seit 2003 nicht nur Blindenhunde mit in die Flugzeugkabine, sondern auch "Emotional Support Animals". Dort sollen sie psychisch instabilen Menschen Beistand und Trost geben oder Reisenden mit Behinderung helfen. Der Bedarf muss medizinisch nachgewiesen sein. Sie fliegen anders als gewöhnliche Haustiere kostenlos mit - auf dem Schoß statt im Gepäckraum. Die Regelungen erlauben Fluggesellschaften jedoch auch, ungewöhnliche Tiere abzuweisen.

Anfang des Jahres war beispielsweise auch einem Pfau am Flughafen Newark das Bording verwehrt worden. Laut United Airlines hatte das Federtier die Größen- und Gewichtsbeschränkungen überschritten. Im November 2017 musste eine Frau mit einem Schwein einen Flug von US Airways verlassen, als es an Bord großes Theater machte und sich nicht beruhigen ließ.

Quelle: n-tv.de