Panorama

Rauchsäule über Hannover Elektrobus-Depot brennt komplett aus

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In der Halle ist nicht mehr viel übrig. Ein Millionenschaden ist entstanden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Depot der Verkehrsbetriebe in Hannover brennt ab, was die Busfauna so hergibt: fünf Elektrobusse, zwei Hybridbusse, ein Dieselbus und ein Reisebus. Besonders die E-Busse stellen die Feuerwehr bei den Löscharbeiten vor eine Herausforderung. Videos zeigen eine hohe Rauchsäule über der Stadt.

Ein Brand in einem Bus-Depot in Hannover hat zu einem Millionenschaden und einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Über Hannover war zeitweise eine hohe Rauchsäule zu sehen. Nach Angaben der Feuerwehr war in einer Fahrzeughalle der Verkehrsbetriebe Üstra, in der auch Elektro-Busse abgestellt waren, ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot und mehreren Drehleitern an. Es sei die vierte von fünf Alarmstufen ausgelöst worden, sagte Feuerwehrsprecher Hartmut Meyer. Bei dem Einsatz habe sich ein Feuerwehrmann verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, konnte allerdings nach kurzer Zeit wieder entlassen werden. Das Feuer war am Nachmittag unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten jedoch am Abend noch an.

Üstra-Sprecher Udo Iwannek zufolge kam es durch den Brand zu einem Millionenschaden. Insgesamt seien neun Busse ausgebrannt, darunter fünf Elektrobusse, zwei Hybridbusse, ein Dieselbus und ein Reisebus. Auch die Ladeinfrastruktur habe Schaden genommen. Glücklicherweise habe eine Brandschutzwand den Flammen Stand gehalten, sagte Iwannek. Rund 25 weitere Busse, die in der Halle geparkt waren, hätten dadurch keinen Schaden genommen.

Über Hannover war zeitweise eine hohe Rauchsäule zu sehen. Mehrere Videos in den sozialen Netzwerken zeigten dies. Unter einer Videofolge eines Users aus Hannover auf Twitter kommentieren die Verkehrsbetriebe: "Das ist richtig. Auf dem Betriebshof in Mittelfeld gibt es aktuell einen Brand."

Hohe Wärmestrahlung von den Batterien

Besonders der Brand der E-Busse stellte die Feuerwehr vor eine Herausforderung bei den Löscharbeiten. Von den Batterien der Busse gehe eine hohe Wärmestrahlung aus, sagte Feuerwehrsprecher Meyer. Für die Rettungskräfte war es demnach schwierig, nah an den Brandort zu kommen. Auch die einsturzgefährdete Halle stellte ein Risiko dar. Unerwartete Hilfe kam für die Rettungskräfte allerdings vom Himmel in Form eines heftigen Platzregens. "Das war für die Löscharbeiten hervorragend", sagte Meyer.

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Starkregen kam den Löschkräften schließlich gelegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn die Batterien von E-Autos in Brand geraten, kann es zu Knallen und einer gewaltigen Rußwolke kommen. Über dem Üstra-Gelände im Stadtteil Mittelfeld stand zeitweise eine dunkle Rauchwolke. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Informationen über Schadstoffe in der Luft gab es zunächst aber nicht.

Aufgrund des Feuerwehreinsatzes konnten die Verkehrsbetriebe im Stadtteil Mittelfeld mehrere Haltestellen nicht anfahren, wie die Üstra auf Twitter mitteilte. Durch den Brand der Fahrzeuge seien aber keine Einschränkungen im Nahverkehr zu Wochenbeginn abzusehen, sagte Iwannek. Dann sollen Reserve-Busse eingesetzt werden.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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