Fallschirmspringer an BordElf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich

Im Osten Frankreichs stürzt ein Flugzeug ab. Mindestens elf Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, das Gebiet um den Flughafen zu meiden.
Bei einem Flugzeugabsturz in der Stadt Tomblaine im Nordosten Frankreichs sind elf Menschen ums Leben gekommen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Das Flugzeug gehörte zu einer Fallschirmsprungschule. Der Pilot und alle zehn Passagiere, fünf Schüler und fünf Ausbilder, kamen bei dem Unfall ums Leben. Der französische Innenminister sei auf dem Weg zum Unglücksort, teilte das Innenministerium mit.
Laut dem Präsidenten des regionalen Pflegeverbands der liberalen Pflegekräfte in Meurthe-et-Moselle könnte es sich bei den Opfern teilweise um selbstständige Pflegekräfte handeln. Demnach sei offenbar ein sogenannter "Tauf-Flug" organisiert gewesen, bei dem sowohl Pflegekräfte als auch Instruktoren an Bord gewesen sein sollen. Weitere Details zum Hergang lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben der Behörden wurde der Bereich um die Unglücksstelle in Tomblaine weiträumig abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen und den Unfallhergang zu rekonstruieren. Auch die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Französischen Medien zufolge konnten sich drei Personen mit dem Schleudersitz retten. Bei dem abgestürzten Flugzeug soll es sich um eine in Deutschland registrierte Pilatus handeln. Dieser Flugzeugtyp wird üblicherweise für Fallschirmsprünge eingesetzt. Nach dem Absturz des Fallschirmflugzeugs soll es in der Unfallregion zu einem allgemeinen Stromausfall gekommen sein. Die Polizei hat Berichten zufolge die Bevölkerung dringend gebeten, das Gebiet um den Flughafen zu meiden.