Panorama

Unterstützung bei Höhlenrettung Elon Musk schickt Ingenieure nach Thailand

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Rettungstaucher stehen am Eingang der Höhle.

(Foto: AP)

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX und die Tunnelbaufirma Boring Company beschäftigen hervorragende Ingenieure. Von ihrem Wissen sollen auch die Jungen profitieren, die in einer thailändischen Höhle festsitzen: Milliardär Elon Musk fliegt die Experten ein.

Milliardär und Unternehmer Elon Musk hat der thailändischen Regierung angeboten, bei der Rettung der Jungen zu helfen, die in einer überfluteten Höhle festsitzen. Ingenieure von SpaceX und der Boring Company würden morgen nach Thailand fliegen, um zu schauen, ob sie behilflich sein können, schrieb Musk auf Twitter. Er vermute, dass die komplexe Problemlage aus der Ferne schwer einzuschätzen sei.

Musk leitet neben dem Elektroautobauer Tesla auch noch das Raumfahrtunternehmen SpaceX und mit der Boring Company ein Tunnelbauunternehmen. Vor seiner Ankündigung hatte er auf Twitter mithilfe von Zeichnungen bereits unterschiedliche Lösungsvorschläge diskutiert. Dazu gehörte, das Wasser aus der Höhle abzupumpen oder von der Erdoberfläche einen Schacht hinunter zu den Jungen zu bohren. Die Boring Company sei ziemlich gut darin, Löcher zu bohren, schrieb Musk.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren und ihr Trainer sitzen seit dem 23. Juni in der Höhle fest. Sie hatten diese nach einem Training aufgesucht und waren dabei vermutlich von einer Sturzflut überrascht worden. Auf der Flucht vor den Wassermassen waren sie immer die tiefer in die Höhle geflüchtet. Der Rückweg ist durch die Fluten versperrt.

Taucher stirbt bei Rettungseinsatz

Bei der Rettung der Jungen haben die Einsatzkräfte mindestens ein Todesopfer zu beklagen: Ein thailändischer Elite-Taucher sei aufgrund von Sauerstoffmangel in der Höhle gestorben, teilten die Behörden mit.

Für die Rettung gibt es inzwischen mehrere Szenarien. Entweder sollen die Kinder in Begleitung von Rettungstauchern aus dem überfluteten Teil der Höhle herausschwimmen. Alternativ könnte von oben eine Öffnung in die Höhlendecke gebohrt werden, um die Eingeschlossenen herauszuheben. Behörden und Rettungskräfte favorisieren die erste Variante.

Der Regen ist dabei ein Problem: Je mehr Wasser in die Höhle strömt, desto schlechter wird wegen aufgewirbelter Sedimente die Sicht für die Taucher. Wenn es eine 90-Prozent-Chance gebe, die Jungs mit Hilfe professioneller Taucher sicher herauszubringen, werde man es wagen, sagte Provinzgouverneur Narongsak.

Quelle: ntv.de, chr/dpa