Panorama

Verloren im Nizza-Chaos Eltern finden Baby dank Facebook wieder

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Ein Gendarm sichert den Tatort in der Nacht. Die Besucher der Feier aus Anlass des Nationalfeiertags entfernen sich mit erhobenen Händen.

(Foto: REUTERS)

Die Vorstellung ist ein Albtraum: Ein Kind in einer panischen Menge zu verlieren, nicht zu wissen, was ihm zugestoßen ist. In Nizza ist es Eltern passiert. Sie können aufatmen.

Ein Elternpaar, das in der Panik beim Anschlag von Nizza den Kinderwagen mit seinem Baby verloren hatte, ist dank einer im Internet verbreiteten Suchmeldung wieder mit seinem acht Monate alten Sohn vereint. "Kleiner Junge im Gedränge verloren", "blauer Kinderwagen", "gebt diese Information weiter" schrieb eine Bekannte der Eltern auf ihrer Facebook-Seite und veröffentlichte dazu ein Foto des Säuglings.

Der Aufruf führte rasch zum Erfolg, wie eine Freundin der Familie der Nachrichtenagentur AFP sagte. Eine junge Frau hatte den Kleinen im Anschlagschaos entdeckt und mit zu sich nach Hause genommen. Anschließend ging sie ins Internet, fand auf Facebook rasch das Foto des Jungen und nahm Kontakt zu den Eltern auf. "Gefunden!" verkündete ein Familienmitglied danach erleichert im Internet und dankte allen, die bei der Suche geholfen hatten.

Ein 31-jähriger Franko-Tunesier war nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag am Vorabend in Nizza mit einem Lastwagen in die Menschenmenge auf der Strandpromenade gerast. Mindestens 84 Menschen wurden getötet und dutzende weitere verletzt, bevor Polizisten den Attentäter erschossen. Nach dem Blutbad wurden in den sozialen Netzwerken zahlreiche Suchmeldungen nach Vermissten veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, ddi/AFP