Panorama

Klage in den USA Eltern zerstören Pornosammlung des Sohns

imago85864905h.jpg

Der Mann muss nun ohne seine Sammlung auskommen (Symbolbild).

(Foto: imago/stockillustrations)

Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist leicht zu erschüttern, beispielweise weil Eltern die Pornosammlung des Sohnes wegwerfen. Dafür verklagt der Mann nun Mutter und Vater. Es geht um viel Geld.

In den USA hat ein Sohn seine Eltern verklagt, weil diese seine Pornosammlung entsorgt haben. Der Mann aus dem US-Bundesstaat Michigan reichte eine Zivilklage ein, berichten US-Medien. Der britischen "Sun" zufolge befand sich die umfangreiche Sammlung mit anregenden Filmen und Magazinen in insgesamt 12 Umzugskartons.

Hinzu kamen zwei weitere Kartons mit Sexspielzeugen. Aus den Gerichtspapieren, aus denen der Sender Fox zitiert, geht hervor, dass der Mann 2016 nach seiner Scheidung wieder bei den Eltern eingezogen war. Zehn Monate später war das Eltern-Kind-Verhältnis allerdings ziemlich zerrüttet, unter anderem, weil der Sohn keine Miete zahlte.

Zwischenzeitlich musste sogar die Polizei kommen, um den häuslichen Frieden wieder herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war mit der Pornosammlung noch alles in Ordnung. Nach seinem Auszug stellte der Mann jedoch fest, dass 14 wichtige Umzugskisten nicht mit ihm am neuen Wohnort im US-Bundesstaat Indiana angekommen waren.

Nach seinen Angaben betrug der Wert der Sammlung fast 30.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 25.000 Euro. In einer E-Mail räumt der Vater ein, dass die Eltern zwölf Kartons mit Pornos und zwei mit Sexspielzeugen zerstört haben. Das habe eine ganze Weile gedauert. Der Vater begründete das Vorgehen damit, dass sein Sohn sowohl von der Schule als auch vom College ausgeschlossen worden war, weil er dort mit Pornos handelte. Zu dem drastischen Schritt hätten sich die Eltern entschlossen, um die emotionale und psychische Gesundheit des Sohnes zu schützen. Dem Vater zufolge hatte er den drastischen Schritt bei früheren Auseinandersetzungen angekündigt.

Der Sohn schrieb in einer empörten E-Mail an die Eltern: "Wenn Ihr ein Problem mit meinen Sachen habt, hättet Ihr das sagen müssen. Dann wäre ich woanders hingegangen. Statt dessen habt Ihr Euch entschieden zu schweigen und Euch rachsüchtig zu benehmen." Mit der Zivilklage will der Mann von seinen Eltern die Zahlung von umgerechnet 75.000 Euro erzwingen.

Quelle: n-tv.de, sba

Mehr zum Thema