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Urteil zu Kinderporno-Plattform "Elysium"-Betreiber müssen lange in Haft

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Die Männer hinter der Kinderpornoplattform kommen einige Jahre ins Gefängnis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 110.000 Nutzerkonten hat die im Darknet betriebene Kinderpornoplattform "Elysium" weltweit - bis sie Ermittler im Jahr 2017 abschalten. Für die Betreuung und den Aufbau der Seite werden vier Männer aus Deutschland angeklagt. Nun steht ihre Strafe fest.

Im Prozess um die riesige Kinderpornoplattform "Elysium" sind die vier Angeklagten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht im hessischen Limburg verhängte Strafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten sowie neun Jahren und neun Monaten. Gegen den Angeklagten, der die längste Haftstrafe erhielt, wurde zudem Sicherungsverwahrung über die Haftzeit hinaus verhängt.

Die Männer aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sollen das im sogenannten Darknet betriebene Forum mit Zehntausenden Mitgliedern aufgebaut oder als Administrator, Programmierer und Moderator betreut haben. Sie waren unter anderem wegen Verbreitung, Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften angeklagt.

Das Gericht folgte im Kern dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen knapp vier und neun Jahren sowie die Sicherungsverwahrung für den betreffenden Angeklagten verlangt hatte. Die Verteidigung plädierte teils auf Freisprüche sowie mildere Strafen und forderte, von Sicherungsverwahrung abzusehen.

Die Angeklagten hatten zu Beginn des Verfahrens die Vorwürfe zu einem großen Teil eingeräumt, wenn auch teils mit Einschränkungen. Die Ermittler hatten "Elysium" im Juni 2017 abgeschaltet. Die im abgeschirmten Darknet betriebene Plattform hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten weltweit.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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