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Medienberichte über Blutergüsse Epstein verletzt in Zelle aufgefunden

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Bei einer Verurteilung drohen dem Milliardär Epstein bis zu 45 Jahre Haft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil er eine "Gefahr für die Allgemeinheit" darstellt, muss der Milliardär Epstein bis zu Beginn seines Prozesses in Haft bleiben. Dem 66-Jährigen wird der mehrfache Missbrauch Minderjähriger vorgeworfen. Nun melden Medien, er habe sich Verletzungen in seiner Zelle zugezogen.

Der des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigte US-Milliardär Jeffrey Epstein ist in seiner Gefängniszelle in New York verletzt vorgefunden worden. US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlerkreise, Wächter hätten Epstein fast bewusstlos mit Blutergüssen am Nacken entdeckt. Die Verletzungen seien aber nicht gravierend.

Die Ermittler halten demnach einen Suizidversuch für möglich. Sie untersuchten aber auch, ob Epstein Opfer eines Angriffs wurde, wie unter anderem der Fernsehsender NBC New York und die "New York Post" berichten. Epstein stehe nun unter ständiger Beobachtung. Anwälte für den Geschäftsmann wollten sich bislang nicht zu der Sache äußern.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte vor zwei Wochen neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Sie beschuldigt ihn, zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und diese zur Prostitution angestiftet zu haben. Epstein plädierte auf nicht schuldig. Der 66-Jährige muss bis zum Beginn seines Prozesses im Gefängnis bleiben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 45 Jahre Haft.

Gefälschter Reisepass entdeckt

Vor einer Woche hatte ein US-Richter den Antrag des US-Milliardärs auf Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Der 66-Jährige stelle eine "Gefahr für die Allgemeinheit" dar, erklärte der New Yorker Bezirksrichter Richard Berman. Epstein hatte zuvor erklärt, er könne eine Kaution in Höhe von 100 Millionen Dollar zahlen.

Der Richter schätzte das Fluchtrisiko Epsteins als hoch ein und verwies auf dessen Privatjet. Zudem seien bei der Durchsuchung von Epsteins Haus Bargeld in Höhe von 70.000 Dollar (rund 62.000 Euro) und ein gefälschter österreichischer Reisepass gefunden worden.

Die Deutsche Bank untersucht indes die Geschäftsbeziehungen zu Epstein. Das Unternehmen führe eine gründliche Prüfung durch und sehe sich "absolut verpflichtet", mit allen relevanten Behörden zu kooperieren, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Für die Bank könnten sich die Beziehungen zu einem Albtraum entwickeln.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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