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Tsunami-Warnung aufgehoben Erdbeben erschüttert Indonesien

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Menschen verlassen nach dem Erdbeben ein Hochhaus in Jakarta.

(Foto: AP)

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta bebt die Erde, mehrere Häuser schwanken. Medien berichten von Panik bei Einwohnern . Eine zunächst ausgegebene Tsunami-Warnung wird dann jedoch wieder aufgehoben.

Ein schweres Erdbeben hat die indonesische Hauptstadt Jakarta erschüttert und eine Tsunami-Warnung für Teile der Inseln Java und Sumatra ausgelöst. Nach drei Stunden wurde die Warnung wieder aufgehoben. Das Beben ereignete sich am Freitagabend gegen 19.00 Uhr Ortszeit, wie das Geophysische Institut des Landes mitteilte.

Das Beben hatte nach Angaben der US-Bebenwarte USGS eine Stärke von 6,9, sein Zentrum lag demnach in fast 53 Kilometern Tiefe rund 150 Kilometer von Labuan entfernt. Der indonesische Katastrophenschutz gab die Stärke des Bebens mit 7,4 an.

Auf Bildern aus den betroffenen Regionen war zu erkennen, dass das Beben Risse in Gebäuden verursachte. Außerdem stürzten Ziegel und andere Trümmerteile auf die Straßen. Medien berichteten über Panik unter Einwohnern eines Wohnhauses in Jakarta. Sie seien auf die Straße gestürzt, als das Hochhaus schwankte und Knackgeräusche zu hören waren. Auch andere Häuser gerieten ins Schwanken. Über Schäden oder Opfer ist bisher nichts bekannt. Jakarta liegt an der Nordwestküste der Insel Java.

Indonesien liegt wie auch die Philippinen und Australien am hufeisenförmigen sogenannten Feuerring, der sich um den Pazifischen Ozean zieht. Dort gibt es unzählige Vulkane und jedes Jahr Tausende, meist kleinere Erdbeben. Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen.

Schwere Erdbeben hatten Mitte Juli Australien, Indonesien und die Philippinen mit Stärken zwischen 5,5 und 7,2 erschüttert. Auf den zu Indonesien gehörenden Nord-Molukken wurden zwei Frauen den Behörden zufolge von Trümmerteilen ihrer Häuser erschlagen. Bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami waren im September vergangenen Jahres auf der indonesischen Insel Sulawesi mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean etwa 230.000 Menschen tötete.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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