Panorama

Tsunami-Warnung aufgehoben Erdbeben schreckt Neuseeland auf

Ein Seismograph verzeichnet Ausschläge. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Mit 7,2 geben die Experten die Stärke des Bebens vor Neuseeland an.

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,1 hat Neuseeland erschüttert. Das Zentrum lag im Meer östlich der neuseeländischen Nordinsel. Berichten zufolge sollen die Erschütterungen in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) in der ganzen Region zu spüren gewesen sein, so auch in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch.

Knapp zwei Stunden nach den Erdstößen hätten bereits 60.000 Menschen dem örtlichen Monitoring-System GeoNet gemeldet, das Beben gespürt zu haben, berichtete die Zeitung "New Zealand Herald". Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen aber zunächst keine Informationen vor.

Nach GeoNet-Angaben ereignete sich das Beben knapp 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne in einer Tiefe von 94 Kilometern. Es gab mehrere leichtere Nachbeben. Das US-Frühwarnsystem hatte zunächst eine Tsunami-Warnung für einen Umkreis von 300 Kilometern herausgegeben. Einige Stunden später erklärte die Behörde aber, die Gefahr sei vorbei. "Hoffe, allen geht es okay da draußen", schrieb die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, "vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen."

Der Zivilschutz in Neuseeland hatte Menschen in Küstenregionen aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben, wie die Zeitung "New Zealand Herald" berichtete. Viele Menschen in der Region machten sich nach den Warnungen mit dem Auto auf den Weg ins Inland. Die Katastrophenschutzbehörde appellierte an die Bürger, Wasser und Stränden fern zu bleiben und die Nachrichten in Radio, Fernsehen und Internet zu verfolgen.

Erst im vergangenen Monat hatte Neuseeland der Opfer des schweren Erdbebens von Christchurch vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Februar 2011 waren in der größten Stadt der Südinsel 185 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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